Düsseldorf Panorama

25 Jahre „Linie D“

Düsseldorf. Mit einem Tag der offenen Tür feierte der Verein „Linie D“ am Sonntag im historischen Betriebshof Am Steinberg seinen 25. Geburtstag. Die Besucher konnten stilecht mit historischen Straßenbahnen anreisen.

Zum Schneeräumzug umgebauter Triebwagen 5111 (Bilder: NRW.direkt)

Genau betrachtet wurde der Verein „Linie D – Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf“ im November 1992 gegründet. Die Absicht dabei war, Geschichte und Vielfalt der Verkehrsbetriebe und Herstellerfirmen in der Region Düsseldorf zu dokumentieren und sie für die Öffentlichkeit zu erhalten. Mit Anspielung auf die frühere Linie D und heutige U79 nach Duisburg sollte der Vereinsname an die Tradition erinnern, von Düsseldorf ausgehende Fernlinien mit Buchstaben zu bezeichnen. Zu den Vereinszielen gehören unter anderem Erwerb, Restaurierung und Pflege von historischen Fahrzeugen. Ein weiteres Betätigungsfeld sind regelmäßige Stadtrundfahrten mit historischen Fahrzeugen in Zusammenarbeit mit der Rheinbahn. Dabei stellt die „Linie D“ Fahrer und Zugbegleiter.

Der 25. Geburtstag der „Linie D“ aber wurde bereits am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür im Betriebshof Am Steinberg gefeiert. Bei spätsommerlichem Wetter fanden viele Düsseldorfer den Weg in den historischen Betriebshof. Für Snacks und Getränke war dort ebenso gesorgt wie für fachkundige Führungen. In der Werkstatthalle konnten die Besucher eine aus 15 Fahrzeugen bestehende Ausstellung von den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart bewundern. Darunter war auch der 1925 gebauten Triebwagen 5111, der Anfang der sechziger Jahre zur Schneefräse umgebaut wurde.

Stilechte Anfahrt mit historischen Straßenbahnen

Der wieder betriebsfähig gemachte GT8S vor dem Betriebshof Am Steinberg (Bilder: NRW.direkt)

Vor dem Betriebshof konnte ein 2001 abgestellter und in den letzten Jahren von den Mitgliedern der „Linie D“ wieder betriebsfähig gemachter Straßenbahnzug des Typs GT8S besichtigt werden. Als historische Straßenbahn vermochten die Besucher den inzwischen vollständig überholten und rot-weiß lackierten GT8S trotzdem nicht zu sehen, denn noch setzt die Rheinbahn den Anfang der siebziger Jahre in Betrieb genommenen Typ auf der U75 zwischen Neuss und Düsseldorf-Eller ein.

Wirklich historisch aber waren die fünf Straßenbahnzüge, mit denen die Besucher kostenlos und im 15-Minuten-Takt von der Heinrichstraße über die Schadowstraße zum Betriebshof Am Steinberg anreisen konnten. Dazu gehörte auch der Triebwagen 2269, ein speziell für die Fernlinie nach Krefeld gebauter Wagen, der ohne das Engagement des Vereins nicht erhalten geblieben wäre. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Triebwagen 14 und 380; der 1944 gebaute und als „Kriegsstraßenbahnwagen“ bekannte Tw 14 wie auch der 1950 gebaute und bis Mitte der siebziger Jahre eingesetzte Tw 380 waren bei ihren Fahrten stets gut gefüllt.

Bild ganz oben: Der Triebwagen 380 an der Heinrichstraße. Alle anderen Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

Informationen zu „Linie D“ gibt es auf der Internet-Seite des Vereins

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