Düsseldorf Nachrichten

300 Jugendliche wüten vor Disko

Düsseldorf. 200 bis 300 Jugendliche randalierten am Montagabend vor der In-Disko „Nachtresidenz“, weil sie nicht hereingelassen wurden. Als die Polizei eintraf, wurden die Beamten „massiv beleidigt“ und mit Flaschen beworfen. Platzverweise wurden von den Randalierern ignoriert. Auch der angedrohte Einsatz von Diensthunden zeigte keine Wirkung.

Nur durch konsequentes Einschreiten gelang es knapp 50 Polizisten am Montagabend, eine Gruppe von „etwa 200 bis 300 aggressiven Personen“, die vor einer Diskothek in der Düsseldorfer Stadtmitte randaliert hatte, wieder unter Kontrolle zu bringen. Zuvor war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Sicherheitspersonal der Diskothek und mehreren Personen aus der Gruppe gekommen. Dabei wurden drei Männer leicht verletzt. Laut Medienberichten handelte es sich bei der Diskothek um die In-Disko „Nachtresidenz“. Die Jugendlichen sollen wütend gewesen sein, weil sie keine Eintrittskarten für eine dort stattfindende Veranstaltung hatten und deswegen nicht hereingelassen wurden.

Bei den Jugendlichen soll es sich laut der Einschätzung des Einsatzleiters „augenscheinlich um Personen mit Migrationshintergrund“ gehandelt haben, sagte eine Polizeisprecherin. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, richteten sich die Aggressionen der Jugendlichen gegen sie. Sofort hinzugerufene Unterstützungskräfte wurden aus der Gruppe heraus mit Flaschen beworfen und „massiv beleidigt“.

Platzverweise missachtet

Trotz der Anwesenheit von knapp 50 Polizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamtes leisteten die Personen, die Zutritt zu der Diskothek verlangten, den ausgesprochenen Platzverweisen nicht Folge. Stattdessen kam es immer wieder zu Rangeleien mit Polizisten. Auch eine Lautsprecherdurchsage der Polizei mit der Aufforderung, die Bahnstraße wieder zu verlassen, zeigte bei den Randalierern ebenso keine Wirkung wie der angedrohte Einsatz von Diensthunden.

Nur durch mehrere Polizeiketten konnten die Randalierer getrennt und in Richtung Berliner Allee und Königsallee bewegt werden. Drei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren mussten kurzfristig in Gewahrsam genommen werden. Erst gegen 0 Uhr 50 konnte der Polizeieinsatz wieder beendet werden. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes blieben vor Ort und führten Personenkontrollen durch.

Quelle: Polizei

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