Bochum Politik

AfD „Sprache des Faschisten“ vorgeworfen

Bochum. Der SPD-Ortsvorsitzende Karsten Rudolph hat die AfD mit der Sprache des Faschismus sowie Einschüchterungsversuchen gegenüber einem Parteikollegen in Verbindung gebracht. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Wolf-Dieter Liese bezeichnete das als „Populismus übelster Sorte“.

Wolf-Dieter Liese (Bild: NRW.direkt)

Wolf-Dieter Liese (Bild: NRW.direkt)

„Knapp ein Jahr vor der NRW-Landtagswahl wetzte der Bochumer SPD-Vorsitzende Karsten Rudolph schon einmal die Messer.“ Mit diesen Worten umschrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) Rudolphs Rede auf dem Parteitag der Bochumer SPD am Montag. Rund ein Drittel seiner etwa zehnminütigen Rede galt der AfD: „Was wir hören, ist die Sprache eines völkischen Nationalismus, des Faschisten, der sich als Biedermann tarnt und sein Deutschland-Fähnchen in der Talkshow entrollt“, sagte Rudolph unter anderem.

Der Darstellung der WAZ zufolge hatte Rudolph auch die vielfältigen Einschüchterungsversuche gegen Marc Gräf mit der AfD in Verbindung gebracht: „Wer sich mit einem von uns anlegt, der legt sich mit 4.000 anderen an.“ Der Bochumer SPD-Bezirksbürgermeister Marc Gräf wurde wegen seiner zustimmenden Haltung zur gegenwärtigen Flüchtlingspolitik in E-Mails unflätig beschimpft. Im Mai wurde sein Garten von einem Unbekannten mit einem Unkrautvernichtungsmittel zerstört.

Offensichtlich die Argumente ausgegangen“

„Man kann der SPD zu einem solchen Vorsitzenden nur gratulieren“, sagte Wolf-Dieter Liese, der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bochumer Stadtrat, am Mittwoch. „Anstatt sich mit der AfD argumentativ auseinander zu setzten, ergeht sich Herr Rudolph in bösen Unterstellungen und üblen Verleumdungen. So kann sich nur jemand äußern, dem offensichtlich die Argumente ausgegangen sind. Die Bochumer AfD als Faschisten zu diffamieren und mit dem Anschlag auf Herrn Gräf in Zusammenhang zu bringen, ist Populismus übelster Sorte.“

Wolf-Dieter Liese ist davon überzeugt, dass die Bochumer Bürger das ebenso so auffassen werden. In den letzten zwei Jahren hatte sich die AfD-Ratsfraktion hauptsächlich mit der Schuldenpolitik der SPD-regierten Stadt beschäftigt. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Positionen und Vorschlägen der AfD fand von Seiten anderer Parteien bislang jedoch nicht statt. (ph)

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