Politik

„Alternative Mitte-NRW“ gegründet

Düsseldorf. Nach Bayern hat sich auch in der nordrhein-westfälischen AfD eine „Alternative Mitte“ gegründet. Die Ziele der Interessengemeinschaft sind, „den gemäßigten Mitgliedern Stimme und Gesicht zu verleihen“ und die Wahrnehmung der Partei zu verbessern.

Berengar Elsner von Gronow

Nach der Gründung „Alternative Mitte“ in Bayern haben sich auch in Nordrhein-Westfalen Mitglieder der AfD zusammengefunden und gründeten ihrerseits die Interessengemeinschaft Alternative Mitte-NRW. Zum Vorsitzenden Sprecher wählte die Gründungsgemeinschaft Berengar Elsner von Gronow, stellvertretender AfD-Kreissprecher und Ratsherr in Soest. Zu weiteren Sprechern wurden Günter Witzmann, Günter Koch, Roland Hartwig, Martin Schiller und Uwe Witt gewählt.

In einer Ansprache an die Parteimitglieder wies Elsner von Gronow am Donnerstag darauf hin, dass der Anspruch auf Repräsentation nach innen und außen nicht nur für spezielle Parteimitglieder oder Strömungen gelte, sondern für alle. Für die gemäßigten und bürgerlichen Mitglieder will dies zukünftig die „Alternative Mitte“ übernehmen. „So wie andere in dieser Partei sich organisieren, haben auch wir das Recht, uns zu vernetzen, uns gegenseitig – gerade jetzt im anstehenden Wahlkampf – zu unterstützen und für unsere Überzeugungen in der Partei zu werben. Unser Programm ist das basisdemokratisch entwickelte und beschlossene Programm der AfD. Die Gründungsideale der AfD gelten für uns fort“, sagte Elsner von Gronow.

AfD soll wieder als freiheitlich-konservativ wahrgenommen werden

Den Gründern der Alternativen Mitte sei wichtig, „dass die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung wieder als das wahrgenommen wird, was sie mehrheitlich ist: eine freiheitlich-konservative, bürgerlich-patriotische Partei, die für die vielen heimatlos gewordenen Konservativen in Deutschland wählbar ist und bleibt“. Die Diskussion um die zukünftige Entwicklung der Partei soll mit der Alternativen Mitte „auf eine breitere Basis gestellt“ werden, bei der „eine einseitige Dominanz vermieden werden“ soll. „Es liegt nicht in unserer Absicht, durch diese Gründung parteiinterne Grabenkämpfe zu befördern, davon distanziert sich das Sprechergremium deutlich“, hieß es in der Gründungserklärung weiter.

Die AfD ist 2017 mit deutlich rückläufigen Umfragewerten konfrontiert. Als ein Grund gilt die Tatsache, dass die Flüchtlingspolitik in der Bevölkerung an Bedeutung verloren hat. Als weiterer Grund gilt die fehlende Abgrenzung einzelner ostdeutscher Landesverbände gegenüber dem Rechtsradikalismus. (ph)

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