Nachrichten Rhein-Erft-Kreis

Angriffe auf Polizisten gehen weiter

Kerpen. Trotz unterbrochener Rodungsarbeiten kam es im Hambacher Forst am Mittwoch zu weiteren Steinwürfen gegen Polizisten. Der Versuch einer Deeskalation endete damit, dass ein Kontaktbeamter der Polizei bespuckt und mit der Faust geschlagen wurde.

Am Mittwochmittag wurden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sowie später herbeigerufene Polizeikräfte von mehreren vermummten Personen aus der Distanz mit Steinen beworfen, jedoch nicht getroffen. Die Täter liefen daraufhin in den Wald zurück.

Auf einem Teil der alten L 276 hatten Unbekannte am Nachmittag erneut massiv Barrikaden aufgebaut und Krähenfüße ausgelegt. Die Straße sowie die Trasse der alten Autobahn 4 waren mit Steinen übersät. Die Hindernisse wurden soweit beseitigt, dass ein Passieren der Straße wieder möglich war.

Polizei wollte „kommunikativ auf das Verhalten der Personen einwirken“

Der polizeiliche Einsatz wurde von einer größeren Gruppe aus der Waldbesetzer-Szene beobachtet. „Um insgesamt zu einer Deeskalation beizutragen und kommunikativ auf das Verhalten der Personen einzuwirken“, so eine Mitteilung der Polizei, sprach ein Kontaktbeamter mit den „überwiegend bürgerlichen Personen der Gruppe“.

Einzelne davon zeigten sich jedoch „nicht gesprächsbereit“. Im Verlaufe des Gesprächs wurde der Kontaktbeamte der Aachener Polizei von einem unbekannten vermummten Täter aus der Gruppe heraus bespuckt und erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Täter wieder in die Gruppe. Der Beamte wurde dabei leicht verletzt. (ph)

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