Köln Panorama

Anschlagsopfer noch immer im Krankenhaus

Köln. Rund einen Monat nach dem gescheiterten Anschlag auf ein McDonald’s am Hauptbahnhof liegt eines der Opfer noch immer im Krankenhaus. Das 14-jährige Mädchen, das schwere Verbrennungen erlitten hatte, wurde bereits sieben Mal operiert.

Das berichtete Radio Bonn/Rhein-Sieg am Montag. Erstmals hatte sich die Mutter der 14-jährigen Lika in der Öffentlichkeit geäußert. Dabei berichtete sie, dass Lika vermutlich nicht so schnell wieder Treppen steigen kann. Deshalb muss das neu gekaufte Haus der Familie in Hennef umgebaut werden. Der Anwalt der Familie hat bei der Volksbank Köln Bonn ein „Spendenkonto Lika“ mit der Nummer DE17 3806 0186 4601 4980 28 eingerichtet.

Der Attentäter hatte am in den Mittagsstunden des 15. Oktober zunächst Benzin auf den Boden eines McDonald’s im Kölner Hauptbahnhof geschüttet und anschließend einen Molotow-Cocktail in das Lokal geworfen. Während ihre Freundin aus dem Restaurant fliehen konnte und unverletzt blieb, rutschte die 14-jährige Lika aus und zog sich dabei schwere Brandverletzungen an den Füßen zu.

Andere Frau mit Benzin übergossen

Nachdem die Sprinkleranlage des McDonald’s einsetzte, begab sich der Mann in eine benachbarte Apotheke, wo er eine Frau als Geisel genommen und mit Benzin übergossen hatte. Dabei forderte er, zum Islamischen Staat nach Syrien gebracht zu werden. Als er die Frau anzuzünden drohte, beendete ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die Geiselnahme gewaltsam. Dabei erlitt der Attentäter einen Kopfschuss.

Wegen „Anhaltspunkten für einen radikal-islamistischen Hintergrund“ hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Als Tatverdächtiger wurde der polizeibekannte syrischen Flüchtling Mohammad A. R. identifiziert. Der 55-jährige Mann war 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und seitdem wegen 13 Straftaten auffällig geworden. Als anerkannter Flüchtling wurde ihm eine bis Juni 2021 geltende Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt.

Medienberichten zufolge soll Mohammad A. R. psychisch gestört sein. Wegen des Kopfschusses liegt er noch immer im Koma. (ph)

Bild: NRW.direkt

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