Bonn Köln Nachrichten

Anti-Terror-Übung am Flughafen Köln/Bonn

Köln/Bonn. Auf dem Flughafen simulieren Bundes- und Landespolizei in der Nacht zum Mittwoch einen Terror-Anschlag. An der Übung nehmen rund 1.000 Einsatzkräfte teil. Das Terminal 1 ist deswegen bis 5 Uhr gesperrt.

Bundespolizei und Polizeipräsidium Köln führen seit Dienstagabend am Flughafen Köln/Bonn eine groß angelegte Anti-Terror-Übung durch. Bei der Übung sind mehrere Durchgänge geplant, an denen auch der Zoll als Sicherheitspartner beteiligt ist. Unter anderem aus Anschlägen in Belgien und Frankreich wurden Szenarien entwickelt, die einen Terror-Ernstfall „realitätsnah abbilden können“, hieß es im Vorfeld. Die Szenarien wurden vorab nicht bekanntgegeben. Mit der Übung, die bis zum frühen Mittwochmorgen andauert, sollen auch „bestehende Einsatzkonzepte auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden“.

Rund 1.000 Einsatzkräfte nehmen an der Übung im Terminal 1 teil. Ortsansässige Kontroll- und Streifenbeamte haben Szenarien der Erstintervention, den „ersten Angriff“, übernommen. In einer späteren internen Sequenz werden auch die GSG 9 der Bundespolizei und ein Spezialeinsatzkommando der Polizei ein gemeinsames Vorgehen gegen mehrere Terroristen trainieren. Dabei handelt es sich um die erste Großübung dieser Art an einem deutschen Flughafen. Der Airport Köln/Bonn wurde wegen seiner Nähe zum Stützpunkt der Bundespolizei in Sankt Augustin ausgewählt.

Durch die nächtliche Übungszeit sollen Auswirkungen auf Unbeteiligte möglichst gering gehalten werden. Ganz ohne Auswirkungen bleibt die Übung jedoch nicht: Großflächige Teile des Terminal 1 bleiben deswegen bis 5 Uhr gesperrt. Alle dort in der Nacht geplanten An- und Abflüge wurden in das Terminal 2 verlegt. (ph)

Bild: Flughafen Köln/Bonn, im Hintergrund das Terminal 1. Bildrechte: NRW.direkt

Print Friendly, PDF & Email