Duisburg Gelsenkirchen Nachrichten

Ausschreitungen bei Meisterschaftsfeier

Duisburg/Gelsenkirchen. Nachdem Galatasaray Istanbul die türkische Fußball-Meisterschaft gewonnen hatte, kam es auch im Ruhrgebiet zu spontanen Feiern. Aufforderungen der deutschen Polizei, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu unterlassen, wurden überall missachtet. In Gelsenkirchen reagierten die Fußball-Fans damit, die Polizisten mit Gegenständen zu bewerfen.

Auch ein Diensthund der Polizei kam zum Einsatz (Symbolbild: NRW.direkt)

Mit einem 1:0-Sieg bei Göztepe Izmir feierte Galatasaray Istanbul am frühen Samstagabend seine 21. türkische Fußball-Meisterschaft. Unmittelbar danach trafen sich in Duisburg-Hamborn etwa 700 Fußball-Fans und machten sich unter Polizeibegleitung auf den Weg zum Altmarkt. Dort trafen gleichzeitig weitere 300 Anhänger des Clubs ein. Fast alle führten Fahnen, Schals und weitere Fan-Utensilien mit und skandierten fußballtypische Schlachtrufe. Dabei brannten sie auch in großer Zahl Bengalos und andere pyrotechnische Gegenstände ohne Rücksicht auf die für sich und andere daraus resultierenden Gefahren ab. Lautsprecherdurchsagen der Polizei, dies zu unterlassen, wurden nicht beachtet. Glücklicherweise sind bislang keine verletzten Personen bekannt geworden. Rund zwei Stunden später entfernten sich die Personen „in alle Himmelsrichtungen“, so die Polizei.

In Gelsenkirchen-Bismarck bildeten sich Autokorsos mit rund 50 bis 60 Fahrzeugen. Zunächst verliefen Hupkonzerte und Freudengesänge in geordneten Abläufen. Nachdem sich die Feierlichkeiten aber auf die Fahrbahnen eines Kreuzungsbereichs verlagerten und Pyrotechnik und Leuchtfackeln gezündet wurden, forderte die Polizei die türkischen Fans auf, die Fahrbahnen zu räumen und das Abbrennen der Feuerwerkskörper zu unterlassen. Dieser Aufforderung kamen sie nicht nach. Stattdessen reagierten sie auf die deutschen Polizisten „ausgesprochen aggressiv“ und bewarfen sie mit Gegenständen.

Mit Unterstützung eines Diensthundes wurden die uneinsichtigen Fußball-Fans durch Polizisten von den Fahrbahnen gedrängt, „was teilweise nicht ohne den Einsatz von Zwangsmitteln möglich war“, so die Polizei. Dabei biss der Diensthund einen der Aggressoren. Dieser musste sich zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus begeben. Erst nach weiteren Platzverweisen durch die Polizei entfernten sich die Fußball-Fans wieder. Sperrungen für den Fahrzeugverkehr konnten damit wieder aufgehoben werden.

Quelle: Polizei

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