Düsseldorf Panorama

Auszeichnung für Brauchtumspflege

Düsseldorf. Für ihre Verdienste um die Brauchtumspflege wurde die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel auf der Frühsitzung der Närrischen I-Dötz mit der Gustl-Obermeyer-Plakette ausgezeichnet. Mit Ausnahme des IS-Terrors machten sich die Narren auf der unterhaltsamen Karnevalssitzung über alles Mögliche lustig.

Das Düsseldorfer Prinzenpaar: Christian III. und Venetia Alina (Bilder: NRW.direkt)

Im Henkel-Saal im Herzen der Düsseldorf Altstadt kamen am Sonntag um 11 Uhr 11 mehr als 250 Narren zur Frühsitzung der DKG Närrische I-Dötz 1952. Heinz-Dieter Segebart, Präsident der Närrischen I-Dötz, begrüßte sie mit einem „Dreifach Düsseldorf Helau“. Zu den Höhepunkten der Sitzung zählte die Büttenrede von Jürgen Hilger-Höltgen, der sich mit Witzen über die „Tüte to go“ und „Düsseldorf als Kiffer-City“ sofort über die Pläne des rot-grün-gelb regierten Rates zur Cannabis-Legalisierung lustig machte: „Der schwarze Afghane ist dann ein Musterbeispiel für Integration.“

Aber auch der für viel Geld von Oberbürgermeister Thomas Geisel nach Düsseldorf geholte Start der Tour de France kam bei Hilger-Höltgen nicht gut weg: „Der OB lässt fahren, wir drehen am Rad, unverdrossen werden ganze Stadtteile geschlossen – das nennt man dann Geiselhaft!“ Außenpolitisch war es der türkische Staatspräsident, der sein Fett abbekam: „Lebst du in 100 Zimmer und im Größenwahn, dann heißt du Recep Tayyip Erdogan.“ Auffällig war jedoch, dass Hilger-Höltgen ebenso wie alle anderen Büttenredner das Thema IS-Terror strikt vermied.

Nach weiteren unterhaltsamen Einlagen, darunter auch ein kurzer Besuch des Prinzenpaares Christian III. und Venetia Alina, wurde die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel für ihre Verdienste um die heimische Brauchtumspflege mit der Gustl-Obermeyer-Plakette ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Jürgen Hilger-Höltgen im Stile einer inhaltslosen Bundestagsrede. Die Narren reagierten belustigt, offenbar war die Preisträgerin bereits zu bekannt, um noch vorgestellt werden zu müssen. Als sich Sylvia Pantel für die Auszeichnung bedankte, betonte sie, wie sehr ihr „unsere Stadt und unsere Lebensweise am Herzen liegen. Wir werden uns auch unsere Lebensweise nicht nehmen lassen.“ Damit war sie die einzige, die das auf der Karnevalssitzung ansonsten tabuisierte Thema zumindest andeutete. (ph)

Bild ganz oben: Sylvia Pantel und Jürgen Hilger-Höltgen

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