Essen Nachrichten

Auto von Guido Reil demoliert

Essen. Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Freitag das Auto von Guido Reil demoliert und sein Haus beschmiert. „Die Karre ist durch, das kostet ein Schweinegeld“, sagte der AfD-Politiker. Jetzt will er der linksextremen Antifa ein Gesprächsangebot machen.

Guido Reil (Bild: NRW.direkt)

Die unbekannten Angreifer schlugen die Scheiben des Peugeot ein und zerstachen die Autoreifen. Auf die Hausfassade schmierten die Täter mehrere Anti-AfD-Parolen und beschimpften den im letzten Jahr von der SPD zur AfD gegangenen Guido Reil als „Arbeiterverräter“. Die Ermittlungen dazu wurden vom Staatsschutz übernommen. In der Vergangenheit stand fast immer die linksextreme Antifa hinter Anschlägen auf Autos oder Häuser von AfD-Politikern.

„Das ist bitter, die Sprüche ärgern mich schwarz“, sagte Guido Reil unserer Redaktion. Der Peugeot, der seiner Frau gehöre, sei nur noch Schrott. „Die Karre ist durch, das kostet ein Schweinegeld.“ Den Gesamtschaden des Anschlags bezifferte er auf rund 10.000 Euro. Er vermute, dass die Täter in der Nacht zum Freitag zugeschlagen haben, weil aus dem Internet bekannt war, dass er sich auf Wahlkampftour in Schleswig-Holstein befindet. „Das war echt ’ne feige Nummer! Die wussten, dass ich nicht zuhause war“, sagte der Essener Ratsherr.

Reils Ratskollegen schweigen

Guido Reil kündigte an, der Antifa Anfang nächster Woche ein Gesprächsangebot zu machen. Hoffnung auf einen Dialog habe er jedoch nicht: „Ich möchte mit denen reden, aber ich gehe davon aus, dass die kneifen.“ Enttäuscht zeigte sich Reil auch davon, dass sich bislang kein einziger seiner Ratskollegen nach dem Anschlag bei ihm gemeldet hat: „Normalerweise sollten sich die demokratischen Kräfte bei so was solidarisieren.“ An seinem Engagement für die AfD werde der Anschlag aber nichts ändern. „Ich lasse mich nicht einschüchtern, auch nicht von Gewalt“, sagte er abschließend.

Der Essener AfD-Sprecher Stefan Keuter war darüber empört, dass die Täter Guido Reil, der bis heute als Steiger in einem Bergwerk arbeitet, bei ihren Schmierereien als „Arbeiterverräter“ bezeichnet haben. „Das ist an Absurdität kaum noch zu überbieten! Im Gegensatz zu Guido haben die, die das gemacht haben, doch noch nie gearbeitet“, sagte Keuter. (ph)

Bild ganz oben: Polizei

Print Friendly, PDF & Email