Bergisches Land Politik

Bosbach tritt nicht mehr an

Bergisch Gladbach. Wolfgang Bosbach (CDU) wird 2017 nicht mehr für den Bundestag kandidieren. Er könne die Haltung seiner Partei in wichtigen politischen Fragen „nicht mehr mit der Überzeugung vertreten, wie ich sie gerne vertreten würde“.

Wolfgang Bosbach (Bild: NRW.direkt)

Wolfgang Bosbach (Bild: NRW.direkt)

„Heute Abend habe ich meinen CDU-Kreisverband darüber informiert, dass ich 2017 für eine erneute Kandidatur für den Deutschen Bundestag nicht zur Verfügung stehe. Mit Ablauf dieser Wahlperiode werde ich meine politische Arbeit endgültig beenden“, erklärte Bosbach am Montag laut übereinstimmender Medienberichte. Für diese Entscheidung gebe es „sowohl politische als auch sehr persönliche Gründe“.

„In einigen wichtigen politischen Fragen kann ich die Haltung meiner Partei nicht mehr mit der Überzeugung vertreten, wie ich sie gerne vertreten würde – und wie ich sie auch vertreten müsste, falls ich noch einmal für die CDU für den Bundestag kandieren würde“, sagte der 64-Jährige. Bis zum letzten Tag dieser Wahlperiode werde er seine Pflichten selbstverständlich mit dem gleichen Engagement erfüllen wie bisher auch.

Sechs Mal direkt gewählt

Wolfgang Bosbach ist seit 1972 Mitglied der CDU. Er gehört dem Berliner Kreis an, einer konservativen Gruppe innerhalb der Partei, die der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisch gegenübersteht. Der seit Jahren unter einer unheilbaren Krebserkrankung leidende Rechtsanwalt zog 1994 erstmals in den Bundestag ein. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde er sechs Mal in Folge direkt gewählt, zuletzt mit 58,5 Prozent der Stimmen. (ph)

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