Düsseldorf Nachrichten

Brand offenbar selbst gelegt

Düsseldorf. Der Brand in der als Asylbewerberunterkunft genutzten Messehalle wurde offenbar von Bewohnern selbst gelegt. „Wir wollen unsere Rechte, wir wollen besser leben“, sollen zwei festgenommene Asylbewerber einem Journalisten gesagt haben. Zu den bereits von Linken angedrohten „Aktionen“ ist es damit nicht mehr gekommen.

Symbolbild: NRW.direkt

Symbolbild: NRW.direkt

Nach dem Brand am Dienstag in einer als Asylbewerberunterkunft genutzten Messehalle ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Verdächtigt werden sechs Bewohner der Unterkunft. Vier der Verdächtigen stammen aus Marokko, Algerien, Syrien und dem Irak. Sie sollen am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Angeblich habe es vor dem Feuer Drohungen gegeben, dass „etwas passieren würde“, wenn das Essen nicht besser wird. Auch sollen Bewohner der Unterkunft kurz vor dem Feuer gepackt haben, berichtete die Rheinische Post. Zwei Verdächtige, die noch während der Löscharbeiten festgenommen wurden, hatten sich offenbar selbst verraten: Einer von ihnen hatte mit der Brandstiftung geprahlt, der andere einem Reporter des EXPRESS ein Video gezeigt, in dem zu sehen war, wie sich die gerade gelegten Flammen rasend schnell ausbreiten. „Wir wollen unsere Rechte, wir wollen besser leben“, sollen die beiden jungen Männer dem Journalisten gesagt haben. Zu den nur Stunden nach dem Brand von der Gruppierung Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ) für den Fall eines „rassistischen Hintergrunds“ angekündigten „Aktionen“ ist es damit nicht mehr gekommen.

Prügeleien waren an der Tagesordnung

Bereits am am 21. Mai war es in der Unterkunft zu einer vorsätzlichen Brandlegung durch das Anzünden einer Matratze gekommen. Gegen den Beschuldigten fanden sich jedoch keine belastbaren Beweise. Laut des EXPRESS sollen Prügeleien zwischen Arabern auf der einen und Iranern sowie Afghanen auf der anderen Seite in der Unterkunft „fast an der Tagesordnung“ gewesen sein. Der Sicherheitsdienst im Heim soll überwiegend aus Iranern bestanden haben. Gemeldet waren dort 282 sogenannte alleinreisende Männer.

Ausgebrochen war der Brand am Dienstag gegen 12 Uhr 30. Innerhalb weniger Minuten stand das Gebäude vollständig in Flammen. 70 Feuerwehrleute kämpften bis zum frühen Nachmittag gegen den Brand. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Zusammenbruch durch Erschöpfung. Die durch den Brand verursachte Rauchsäule war in der Landeshauptstadt kilometerweit zu sehen. Die der Stadt zur Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung gestellte Messehalle brannte dennoch vollständig ab. Reaktionen aus der lokalen Politik waren bislang nicht zu vernehmen. (ph)

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