Düsseldorf Nachrichten

Brutale Attacken erschüttern Düsseldorf

Düsseldorf. An zwei S-Bahnhöfen im Stadtteil Eller sind in der Nacht zum Dienstag drei Männer brutal angegriffen und zum Teil schwer verletzt worden. Die Polizei wertet einen der Angriffe als versuchte Tötung und hat eine Mordkommission eingerichtet.

S-Bahnhof Eller-Mitte (Bild: NRW.direkt)

Noch unklar sind die Hintergründe zu zwei Körperverletzungsdelikten in Düsseldorf-Eller in der Nacht zum Dienstag. Dabei wurden drei Männer zum Teil schwer verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt haben, wurden die Opfer kurz vor Mitternacht an zwei Orten im Abstand von etwa einer Viertelstunde von einer Gruppe unvermittelt angegriffen.

Zwei der Geschädigten befinden sich in stationärer Behandlung, wobei einer der Männer lebensbedrohliche Verletzungen aufweist. Polizei und Staatsanwaltschaft werten eine der Taten als versuchtes Tötungsdelikt. Das Kriminalkommissariat 11 hat die „Mordkommission Gumbert“ eingerichtet und prüft möglichen Zusammenhänge.

Erste Attacke um 23 Uhr 35 am S-Bahnhof Eller-Süd

Der erste Angriff ereignete sich gegen 23 Uhr 35 am S-Bahnhof Eller-Süd. An einer Unterführung in Richtung Haigerweg wurden zwei Männer im Alter von 26 und 36 Jahren, die gemeinsam mit einer Begleiterin dort unterwegs waren, unvermittelt von einer Gruppe von fünf bis sechs Personen angegriffen, so die bisherigen Ermittlungen. Einer der Angreifer soll gegen den Kopf des 36-Jährigen getreten haben, als der bereits am Boden lag. Die beiden Männer mussten mit Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der 36-Jährige befindet sich noch in stationärer Behandlung.

Die Opfer beschrieben die Angreifer als männlich, etwa 18 bis 20 Jahre alt, schlank und sportlich. Die Täter sollen kurze dunkle Haare, ein südländisches Erscheinungsbild gehabt und Pullover getragen haben, einer hatte eine hellgraue Kapuze. Nach dem Angriff flüchtete die Gruppe in Richtung des S-Bahnhofes Eller-Mitte.

Zweite Attacke um 23 Uhr 45 am S-Bahnhof Eller-Mitte

Dort beobachtete ein Zeuge, wie gegen 23 Uhr 45 ein Mann von einer acht- bis zehnköpfigen Gruppe auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle mit Faustschlägen attackiert wurde. Die Täter sollen etwa 20 Jahre alt gewesen sein und hätten überwiegend südländisches Aussehen gehabt.

Als das Opfer zu Boden stürzte, trat einer der Täter gegen den Kopf des Mannes. Ein anderer Täter schlug nach Angaben des Zeugen mit einem Schlagstock auf den Hinterkopf des Mannes. Dann trennte sich die Gruppe, wobei ein Teil in Richtung Festenbergstraße und der andere Teil in Richtung Gumbertstraße flüchtete. Der 31-jährige Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Hinweise zu den brutalen Angriffen nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 02 11 – 870 – 0 entgegen.

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