Düsseldorf Panorama

Bundeswehr verabschiedet Ingrid Herden

Düsseldorf. 250 Gäste kamen am Donnerstag in das Karrierecenter der Bundeswehr, um dessen Leiterin Ingrid Herden zu verabschieden. Herden war mehr als 29 Jahre für die Bundeswehr tätig. Ihr Nachfolger wird Thomas Joemann.

Rund 250 geladene Gäste kamen am frühen Donnerstagnachmittag in das Karrierecenter der Bundeswehr in Düsseldorf-Mörsenbroich, um dessen Leiterin Ingrid Herden in den Ruhestand zu verabschieden. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Politiker, darunter Landtags-Vizepräsidentin Carina Gödecke (SPD) sowie mehrere CDU-Landtagsabgeordnete aus Düsseldorf. Die CDU-Landtagsfraktion wurde durch ihren Bundeswehr-Beauftragten Dietmar Panske vertreten.

Ingrid Herden war seit 1988 für die Bundeswehr tätig. Unter anderem leitete sie fünf Jahre das Kreiswehrersatzamt in Düsseldorf sowie vier Jahre das in Köln. Nachdem die Kreiswehrersatzämter wegen der Abschaffung der Wehrpflicht aufgelöst wurden, übernahm die Juristin 2012 die Leitung des neugeschaffenen Bundeswehr-Karrierecenters in Düsseldorf. Seit der Neuausrichtung der Bundeswehr werben deren Karrierecenter (KarrC Bw) sowie die zugeordneten Karriereberatungsbüros für den freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr. Auch die Feststellung der soldatischen Eignung der Bewerber gehört zu den Aufgaben der inzwischen 16 Karrierecenter.

Begrüßt wurden die Gäste vom stellvertretenden Leiter des Karrierecenters, Oberstleutnant Rolf Riedel. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Düsseldorf unter der Leitung von Feldwebel Stefan Knaebel. Nach Dietmar Panske sprach auch der Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, Brigadegeneral Peter Gorgels, ein Grußwort.

20.000 Einstellungen und Einstellungsvorschläge

Bei den Reden kam immer wieder die Umstellung der Bundeswehr von der Wehrpflicht auf die ausschließliche Freiwilligenwerbung zur Sprache. „Ich glaube, dass uns dieser Paradigmenwechsel gelungen ist“, sagte Ingrid Herden. „Aber es war nicht ganz einfach.“ Die Wehrpflicht sei eine „praktische Sache“ gewesen, erinnerte sie scherzhaft: „Damals standen bis zu vier Polizeiautos auf dem Hof des Kreiswehrersatzamtes, um die Bewerber zu holen.“

Auch Georg Stuke, Präsident des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr, erinnerte humorvoll an den Übergang zur Freiwilligenarmee: „Damals musste den Beamten vermittelt werden, dass Marder, Leopard und Fuchs nicht nur Tiere des Waldes sind.“ Dann lobte er Ingrid Herden für die fast 20.000 Einstellungen und Einstellungsvorschläge ihrer Amtszeit: „Das ist sensationell.“ Ebenfalls anerkennend erwähnte er ihr Engagement für „die Aufrechterhaltung der wichtigen Säule des Reservistenwesens“.

Nach den Reden wurde Ingrid Herden formal verabschiedet. „Für die dem deutschen Volk geleisteten treuen Dienste spreche ich Ihnen Dank und Anerkennung aus“, lauteten Georg Stukes Worte dabei. Herden bedankte sich bei ihren Mitarbeitern: „Sie alle werden mir fehlen.“ Nachdem der Festakt mit der Nationalhymne beendet wurde, bat sie ihre Gäste zu einem Empfang. Nachfolger von Ingrid Herden als Leiter des Karrierecenters wird Regierungsdirektor Thomas Joemann.

Bild von links: Brigadegeneral Peter Gorgels, Petra Müller, Erste Direktorin des Karrierecenters, Ingrid Herden, Georg Stuke, Thomas Joemann und Dietmar Panske. Bildrechte: NRW.direkt

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