Bochum Politik

CDU-Wahlkampfauto ausgebrannt

Herne/Düsseldorf. Das Wahlkampffahrzeug des CDU-Landtagskandidaten Sven Rickert ist durch einen Brand zerstört worden. Erst letzte Woche gab es einen Anschlag auf das Auto des AfD-Kandidaten Guido Reil. KD-Sprecher Stefan Koch fordert die demokratischen Kräfte auf, bei solchen Anschlägen Position zu beziehen, unabhängig davon, gegen wen sich diese richten.

Stefan Koch (Bild: NRW.direkt)

In der Nacht zum Dienstag ist in Herne das Wahlkampffahrzeug des CDU-Landtagskandidaten Sven Rickert in Brand geraten. Die Tat ereignete sich gegen 0 Uhr 50. Der VW Beetle ging in Flammen auf und brannte vollständig aus. Zeugen berichteten von einem anderen Fahrzeug, das zunächst mit laufendem Motor in der Nähe gewartet habe und anschließend mit hoher Geschwindigkeit weggefahren sei.

Laut eines Polizeisprechers könne Brandstiftung ebenso wenig als Ursache ausgeschlossen werden wie ein technischer Defekt. Ein Gutachter sei damit befasst, Näheres zur Brandursache soll Anfang nächster Woche mitgeteilt werden. Weil es sich bei dem ausgebrannten Wagen um das Wahlkampffahrzeug einer politischen Partei handelt, ermittelt jetzt der Staatsschutz. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 02 34 – 909 4505, außerhalb der Geschäftszeiten unter der Rufnummer 02 34 – 909 4441.

Erst am letzten Freitag wurde in Essen das Auto der Ehefrau des AfD-Landtagskandidaten Guido Reil demoliert. Sein Haus und die Garage wurden mit Anti-AfD-Parolen beschmiert, insgesamt betrug der Sachschaden rund 10.000 Euro.

„Demokratische Kräfte müssen hier Position beziehen“

„Diese Ereignisse sind leider keine Einzelfälle und zeigen auf, wie sehr die Meinungsfreiheit in Deutschland durch Radikale gefährdet ist“, sagte Stefan Koch, einer der drei Sprecher des Konservativen Dialogs (KD), am Mittwoch unserer Redaktion. Beim KD handelt es sich um einen 2016 gegründeten Zusammenschluss konservativer CDU-Mitglieder aus Düsseldorf.

„Wir als KD fordern daher alle demokratischen Kräfte im Land auf, hier deutlich Position zu beziehen und solche Anschläge, egal gegen wen sie sich richten, aufs Entschiedenste zu verurteilen“, forderte Stefan Koch. „Ich habe bisweilen den Eindruck, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, was nicht sein darf. Meinungsfreiheit ist das wichtigste Gut der Demokratie und muss mit Zähen und Klauen verteidigt werden. Ich hätte mir daher auch eindeutige Statements der Parteien zu den Übergriffen und Bedrohungen gegen die Delegierten des AfD-Bundesparteitages gewünscht.“ (ph)

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