Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

Condor und Eurowings übernehmen Karibik-Flüge

Düsseldorf. Eurowings und Condor übernehmen ab November die Karibik-Strecken von Air Berlin. Für die USA-Flüge der insolventen Fluggesellschaft sucht der Flughafen neue Anbieter. Ohne Air Berlin gäbe es derzeit nur zwei tägliche Flüge aus der Landeshauptstadt in die USA.

Eurowings wird ab 8. November Flüge von Düsseldorf in die Karibik anbieten. Den Anfang macht Punta Cana in der Dominikanischen Republik mit vier Flügen pro Woche. Ab 14. Dezember wird ein wöchentlicher Flug nach Puerto Plata in der Dominikanischen Republik angeboten, zwei Tage später ein ebenfalls wöchentlicher Flug nach Varadero in Kuba. Am 18. Dezember kommt ein weiterer wöchentlicher Flug nach Cancun in Mexiko dazu. Das teilte die Fluggesellschaft am Dienstag mit. Alle vier Karibik-Ziele sind ab sofort buchbar.

Karibik-Flüge galten in Düsseldorf bislang als Domäne von Air Berlin. Aufgrund der Insolvenz der Airline werden diese jedoch zum 25. September eingestellt.

Aber auch Condor hat sich bereits einen Teil des Kuchens gesichert: Einer Mitteilung von Dienstag zufolge bietet die Ferienfluglinie bereits ab 1. November sechs wöchentliche Flüge von Düsseldorf in die Karibik ab. Die Ziele sind La Romana und Punta Cana in der Dominikanischen Republik, Barbados, Cancun in Mexico sowie Montego Bay auf Jamaika. Auf diesen Strecken wird ein Airbus A.330-200 zum Einsatz kommen. Auf ausgewählten Flügen wird den ersten 1.000 Direktkunden ein Einführungspreis von 99,99 Euro angeboten.

Flughafen sucht neue USA-Anbieter

Für die bislang nur teilweise eingestellten USA-Flüge von Air Berlin sucht der Düsseldorfer Flughafen inzwischen neue Anbieter. „So schade der erwartete Marktaustritt von Air Berlin ist: Wir sprechen bereits mit mehreren Airlines darüber, ob sie Langstrecken übernehmen möchten. Das gilt für Strecken nach Nordamerika und in die Karibik. Es wäre falsch, hier nicht frühzeitig zu handeln“, sagte Flughafen-Chef Thomas Schnalke am Dienstag der Rheinischen Post.

Dabei geht Schnalke davon aus, dass er mit neuen Partnern eine Reihe neuer USA-Strecken anbieten wird: „Einerseits haben wir hier eines der größten Einzugsgebiete Europas. Andererseits haben wir sowieso immer mehr Reisende, die sich Umsteigeverbindungen selber organisieren, indem sie sich passende Ticketkombinationen buchen. Darum bin ich mir sicher, dass wir in Düsseldorf auf Dauer weiterhin eine Reihe von Langstrecken-Direktflügen in die USA anbieten können. Die Nachfrage aus der Bevölkerung ist grundsätzlich ja da.“

Abseits von Air Berlin gibt es derzeit nur zwei tägliche Flüge von Düsseldorf in die USA: Delta bietet einen Nonstop-Flug zu ihrem Drehkreuz in Atlanta/Georgia, Lufthansa einen nach Newark/New York. American Airlines hat sich im letzten Jahr wieder aus Düsseldorf zurückgezogen. Die Lufthansa hatte bereits in den Jahren zuvor ihr USA-Angebot ab Düsseldorf stark reduziert und dabei die Flüge nach Chicago und Miami gestrichen. (ph)

Bild: NRW.direkt

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