Monheim am Rhein Politik

DITIB warnt vor „Ungläubigen“ als Freunde

Monheim am Rhein. Am selben Tag, als der Kaufvertrag für das mit Steuergeldern finanzierte Grundstück der neuen DITIB-Moschee unterzeichnet wurde, sorgte die Freitagspredigt des Moschee-Dachverbandes für neue Aufregung. Jetzt bestätigte der Historiker Michael Hesemann, dass darin dazu geraten wurde, ein gläubiger Muslim solle sich keine „Ungläubigen“ als Freunde nehmen.

Daniel Zimmermann (Bild: NRW.direkt)

Daniel Zimmermann (Bild: NRW.direkt)

Seit Tagen gibt es im Internet Aufregung um die letzte Freitagspredigt der DITIB. Bei der DITIB handelt es sich um einen deutschen Moschee-Dachverband, der der türkischen Religionsbehörde Diyanet untersteht. Der Umgang mit der DITIB ist politisch umstritten. Erst vor einer Woche teilte die rot-grüne Landesregierung mit, die Kooperation mit dem Moschee-Verband fortführen zu wollen. Bei CDU und FDP hingegen wird die DITIB zunehmend kritisch gesehen. AfD-Landessprecher Marcus Pretzell forderte ein Verbot der DITIB.

Als größter Unterstützer der DITIB in Nordrhein-Westfalen gilt derzeit Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto), der dafür sorgte, dass die DITIB-Gemeinde seiner Stadt rund 400.000 Euro Steuergelder als Zuschuss für das für einen Moschee-Neubau erforderliche Grundstück bekommt. Die Proteste gegen sein Vorhaben erklärte Daniel Zimmermann bereits Anfang Juli gegenüber der Deutschen Presse-Agentur damit, dass „Rechtsradikale“ gegen ihn Stimmung machen würden. Kritik an der DITIB wies er stets zurück. Am Freitag wurde der Kaufvertrag über das Grundstück für die neue DITIB-Moschee unterzeichnet. Damit kam Zimmermann einem von CDU und SPD initiierten Bürgerbegehren gegen die Finanzierung des Grundstücks mit Steuergeldern zuvor.

„Traurige Folgen auf dieser Welt als auch im Jenseits“

Thema der im Internet veröffentlichten letzten Freitagspredigt der DITIB war die Auswahl von Freunden. Darin hieß es wörtlich: „Die Mahnung unseres Propheten: ‚Der Mensch gehört der Religion seines Freunden an. Folglich sollte jeder darauf achten, mit wem man Gefährten- und Freundschaften schließt‘, deutet darauf hin, dass die beliebige und willkürliche Auswahl von Gefährten und Freunden sowohl auf dieser Welt als auch im Jenseits zu traurigen Folgen führen kann.“

Unsere Redaktion bat den renommierten Historiker Michael Hesemann daraufhin um eine Beurteilung der Predigt. Am Dienstag erklärte Hesemann, dass „die Predigt dazu rät, was auch der Koran lehrt: Ein gläubiger Muslim soll sich keine Ungläubigen zu Freunden nehmen“. Michael Hesemann zitierte in seiner Antwort insgesamt sechs Koran-Suren. In einer wird davor gewarnt, Juden und Christen zum Freund zu nehmen. In vier Suren wird vor „Ungläubigen“ als Freunden gewarnt. In einer heißt es wörtlich: „O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft außer mit euch.“

Print Friendly, PDF & Email