Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

„drupa 2016“ eröffnet

Düsseldorf. Mit der Eröffnung der „drupa“ wurde die Landeshauptstadt am Dienstag für elf Tage zum Mittelpunkt der Druckindustrie. Und mit dem „Weltmuseum der Druckkunst“ findet sich dort auch ein echter Höhepunkt für an der Geschichte des Druckens interessierte Messebesucher.

Am Dienstag wurde in Düsseldorf die „drupa 2016″ eröffnet. Die internationale Leitmesse für Druckerzeugnisse geht mit einer neuen Ausrichtung, einer Laufzeit von elf Messetagen und einem neuem Erscheinungsbild an den Start. Über 1.820 Aussteller aus 54 Ländern werden in 19 Messehallen bis 10. Juni die Vielseitigkeit und Innovationskraft der Druckindustrie eindrucksvoll unter Beweis stellen. Unter dem Motto „touch the future“ rückt die drupa die Innovationskraft der Branche in den Fokus und gibt Zukunftstechnologien eine Plattform.

„Mit dieser strategischen Neuausrichtung und ihrer Fokussierung auf die Zukunfts- und Highlight-Themen liegen wir offensichtlich richtig. Denn die Resonanz der internationalen Zulieferindustrie ist sehr gut – was angesichts des schwierigen Marktumfeldes nicht unbedingt zu erwarten war“, sagte Werner Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. „Internationale Global Player und Marktführer präsentieren sich ebenso wie aufstrebende und innovative Unternehmen aus aller Welt. Das gesamte Angebots- und Themenspektrum für Print und Crossmedia ist vorhanden. Einen solch umfassenden 360-Grad-Blick auf die gesamte Branche bietet nur die drupa.“

Auch Druckgeschichte wird präsentiert

Branchenfremde Laien dürften sich in dem auf der drupa vorherrschenden Sprachmix aus deutschen und englischen Vokabeln jedoch nur schwer zurechtfinden. Dafür findet sich in Halle 13 ein echter Höhepunkt für an den Ursprüngen des Druckens interessierte Messebesucher: Dort präsentiert sich das „Weltmuseum der Druckkunst“ mit einer Reise durch 600 Jahre Druckgeschichte. Im Mittelpunkt steht dabei Johannes Gutenberg, der vor mehr als 550 Jahren das Drucken mit beweglichen Lettern erfunden hat. An der rekonstruierten Gutenberg-Presse zeigen Mitarbeiter des Mainzer Gutenberg-Museums in historischer Tracht wie zu seiner Zeit gedruckt wurde. Die Vorführungen an der Gutenberg-Presse finden jede halbe Stunde statt.

Dazu gibt es interaktive Vorführungen und Informationen über weitere historischen Hintergründe; vom Papierschöpfen über den Satz, die Buchmalerei und Handvergoldung bis zur Buchbinderei mit historischen Werkzeugen. Neben dem Nachbau der hölzernen Druckpresse Johannes Gutenbergs sind auch eine original Korrex-Handpresse, ein Boston-Tiegel und eine Letterpress-Maschine im Einsatz. Geöffnet ist die drupa täglich von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende nur bis 17 Uhr. Die Tageskarte kostet im Internet 45 Euro und an der Tageskasse 65 Euro.

Bild: Ein Mitarbeiter des Deutschen Buchbinder-Museums demonstriert das Buchbinden in früheren Zeiten. Bildrechte: NRW.direkt

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