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Düsseldorf rüstet für Karneval

Düsseldorf. Auch in der Landeshauptstadt wird es am Rosenmontag ein Lkw-Verbot geben. Container-Sperren sollen von Polizisten mit Maschinenpistolen gesichert werden. Sexuellen Übergriffen auf Frauen und Mädchen soll mit dem mobilen „Frauen-KrisenDienst“ begegnet werden.

Zum Schutz vor islamistischem Terror sind in Düsseldorf immer häufiger Polizisten mit Maschinenpistolen im Einsatz (Bild: NRW.direkt)

Auch in Düsseldorf wird es am Rosenmontag für einen Teil der Innenstadt ein Lkw-Fahrverbot geben. Das hat die Stadt am Dienstag mitgeteilt. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Polizei und Stadt hat diese Maßnahme abgestimmt, um die Sicherheit der Besucher sowie der Teilnehmer der Karnevalsumzüge zu erhöhen. Das Fahrverbot gilt für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen einschließlich ihrer Anhänger und Zugmaschinen. Vergleichbare Lkw-Fahrverbote sind auch in anderen Karnevalshochburgen wie Köln und Mainz verhängt worden.

Polizeipräsident Norbert Wesseler hatte bereits in der letzten Woche angekündigt, dass Container-Sperren am Rosenmontag vor Lkw-Anschlägen schützen sollen. Die Sperren werden durch Polizisten mit Maschinenpistolen gesichert.

Frauen Security Point wird durch „Frauen-KrisenDienst“ ersetzt

Der Frauen Security Point, der anlässlich der massenhaften sexuellen Belästigungen von Frauen durch Asylbewerber Silvester 2015 beim letztjährigen Karneval in der Altstadt eingerichtet wurde, wird in diesem Jahr durch den mobilen „Frauen-KrisenDienst“ ersetzt. Unter dem „Frauen-KrisenDienst“ wird eine Rufnummer bereitgestellt, an die sich Frauen wenden können, die verunsichert sind, Bedrohungen oder sexuelle Übergriffe erlebt haben. Die Rufnummer lautet 02 11 – 68 68 54 und ist an Altweiber sowie am Rosenmontag jeweils von 10 bis 24 Uhr erreichbar.

Unter der Telefonnummer können sich auch alle melden, die einen sexuellen Übergriff beobachtet haben. Während des Telefonats mit einer Beraterin wird individuell entschieden, welche weiteren Hilfen oder Unterstützungen folgen. Diese Hilfen können in Form von direkter Stabilisierung im telefonischen Gespräch über telefonische Begleitung an einen sicheren Ort bis hin zu einem mobilen Einsatz der Beraterin gehen. Da es sich beim Karneval um eine dezentrale Veranstaltung handelt, soll der „Frauen-KrisenDienst“ den Betroffenen ein höheres Maß an Flexibilität gewähren als der Security Point in der Altstadt. (ph)

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