Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

Easyjet nur geringe Konkurrenz

Düsseldorf. Seit Sonntag verbindet Easyjet die Landeshauptstadt mehrfach täglich mit Berlin-Tegel. Abseits der Berlin-Flüge droht dem innerdeutschen Monopol der Lufthansa-Konzernairlines jedoch auch weiterhin keine Konkurrenz.

Seit Sonntag verbindet die britische Fluglinie Easyjet Düsseldorf mehrfach täglich mit Berlin-Tegel. Um 8 Uhr 42 startete Easyjet-Flug U2 5502 in die Bundeshauptstadt. Bereits am Dienstag sollen die anfänglich drei täglichen Frequenzen auf bis zu sechs aufgestockt werden. Eingesetzt werden Flugzeuge vom Typ Airbus A.320-200. Ebenfalls an diesem Wochenende nahm Easyjet auch Flüge von Berlin-Tegel nach Frankfurt, München und Stuttgart auf.

Von einigen Medien wurde die Aufnahme der Easyjet-Flüge so dargestellt, als drohe dem Lufthansa-Konzern bei innerdeutschen Flügen nunmehr starke Konkurrenz, was wiederum sinkende Preise für Fluggäste verspreche. Tatsächlich aber fliegt Easyjet nur einzelne Strecken von Berlin-Tegel aus. Auf anderen wichtigen innerdeutschen Strecken sowie bei Verbindungen in die Schweiz und nach Österreich hat die Lufthansa-Gruppe unverändert keine Konkurrenz. Köln/Bonn wird von Easyjet nicht angeflogen.

Aufgrund des Verhaltens der Bundesregierung nach der Insolvenz von Air Berlin gilt die monopolartige Stellung des Lufthansa-Konzerns im deutschsprachigen Raum als politisch gewünscht. 34 Prozent der Lufthansa-Aktien werden vom Staat gehalten. Passagiere beklagen seit der Einstellung des Flugbetriebs von Air Berlin dramatisch gestiegene Flugpreise. Lediglich die EU-Kommission verhinderte Schlimmeres, indem sie den Verkauf der ehemaligen Air-Berlin-Touristiktochter Niki an die Lufthansa-Gruppe unterband. (ph)

Bild: Der erste Easyjet-Flug nach Berlin startet in Düsseldorf. Bildrechte: NRW.direkt

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