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Erste Einheit für Beweissicherung in Dienst gestellt

Bochum. Landesinnenminister Herbert Reul hat am Montag die erste Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit des Landes offiziell in Dienst gestellt. NRW ist das letzte Land, das eine solche Einheit bekommt. Nach den Landtagswahlen 2017 hatte der CDU-Innenexperte Gregor Golland die Errichtung einer solchen Einheit in den Koalitionsvertrag verhandelt.

Gregor Golland (Bild: NRW.direkt)

Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) hat am Montag in Bochum die erste Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) des Landes offiziell in Dienst gestellt. Die 46 Polizisten dieser neuen Einheit der Bereitschaftspolizei sind speziell dafür geschult, Beweise zu sichern und Straftäter festzunehmen. So sollen sie etwa bei gewalttätigen Demonstrationen und Ausschreitungen bei Fußballspielen zum Einsatz kommen. Nordrhein-Westfalen war bislang das einzige Bundesland, das nicht über eine solche Einheit verfügte.

Aufgabe dieser Einheit ist es, Rechtsbrüche von Gewalttätern gerichtlich verwertbar zu dokumentieren. Dabei wenden die Beamtinnen und Beamten spezielle Zugriffstechniken an, um Straftäter aus der Masse herauszuholen. Sie tragen zudem eine besondere Schutzausrüstung. Ursprünglich war im Koalitionsvertrag die Aufstellung von vier Einheiten festgeschrieben. Später hatte Minister Reul entschieden, die Zahl auf sechs zu erhöhen. Diese sollen bis zum Jahr 2021 an den Standorten Bochum, Wuppertal und Köln in Dienst gestellt werden.

„Ich freue mich sehr über diese konsequente und robuste Verstärkung der Polizei unter der CDU-geführten Landesregierung. Damit ist unsere Polizei noch besser und durchsetzungsstärker für die Zukunft aufgestellt“, sagte der Landtagsabgeordnete Gregor Golland (CDU). Damit werde endlich umgesetzt, was Golland bereits seit Jahren gefordert hatte: 2014 hatte der Innenexperte eine Anfrage an die rot-grüne Vorgängerregierung gerichtet, warum es in Nordrhein-Westfalen als einzigem Bundesland eine solche Spezialeinheit nicht gebe und ob diese geplant sei. Nach den Landtagswahlen 2017 hatte Golland die Einrichtung einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit in den Koalitionsvertrag verhandelt. (ph)

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