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Eurowings verlegt Langstrecken nach Düsseldorf

Düsseldorf/Köln. Mit dem Winterflugplan wird Eurowings ihre in Köln/Bonn verbliebenen Langstrecken einstellen und in die Landeshauptstadt verlegen. Im Gegensatz zu den früher von Air Berlin ab Düsseldorf betriebenen Langstreckenflüge richtet sich das Angebot der Lufthansa-Tochter jedoch mehr an Urlauber als an Geschäftsreisende.

Mit dem kommenden Winterflugplan stellt die Lufthansa-Lowcost-Tochter Eurowings ihre in Köln/Bonn verbliebenen Langstreckenflüge wieder ein. Stattdessen sollen die von Nordrhein-Westfalen aus angebotenen Langstreckenverbindungen in Düsseldorf gebündelt werden. Von dort werden dann bis zu 140 wöchentliche Flüge zu Übersee-Zielen angeboten. Das teilte Eurowings am Donnerstag mit. So sollen vier weitere Airbus A.330-300 von Köln/Bonn nach Düsseldorf verlegt werden. Die übrigen von Eurowings in Köln/Bonn stationierten Langstrecken-Airbusse werden nach München verlegt.

Die seit Ende 2015 von Eurowings in Köln/Bonn angebotenen Langstrecken stammen noch aus der Zeit, in der Düsseldorf von der inzwischen insolventen Air Berlin zum Drehkreuz ausgebaut wurde. Dabei fokussierte sich Air Berlin insbesondere auf das Angebot an USA-Flügen. Davon wurden aber nach der Insolvenz von Air Berlin lediglich die Verbindungen nach Miami und Fort Myers im US-Bundesstaat Florida vom Lufthansa-Konzern übernommen.

„Für die Wirtschaft nicht ganz so toll“

Eurowings hatte bereits vor Wochen angekündigt, ihr Langstreckenangebot ab Düsseldorf schon im Frühjahr mit zwei von Brussels Airlines betriebenen Airbus A.340-300 sowie einem ebenfalls von der zum Lufthansa-Konzern gehörenden belgischen Fluglinie betriebenen A.330-300 zu erweitern. Dabei hatte sich Eurowings aber überwiegend auf touristische Ziele in der Karibik fokussiert.

Die Rheinische Post bezeichnete den vollständigen Wechsel der Eurowings-Langstrecken von Köln/Bonn in die Landeshauptstadt als „Düsseldorfer Erfolg“, merkte dabei aber auch an, dass „das neue Angebot für die Wirtschaft nicht ganz so toll“ sei wie für Urlauber. „Die Direktflüge nach New York oder Miami sind für Manager sicher attraktiv, aber ein Ersatz für die früheren Air-Berlin-Strecken nach Boston, San Francisco oder Chicago ist noch nicht da“, kritisierte die Zeitung. „Da müsste die Airline doch einige Direktflüge mehr Richtung USA anbieten können, statt zu viel Rücksicht auf die Konzernmutter Lufthansa mit deren Drehkreuzen Frankfurt und München zu nehmen“, hieß es weiter. (ph)

Bild: Airbus A.330-300 von Eurowings in Köln/Bonn. Bildrechte: NRW.direkt

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