Grevenbroich Nachrichten

Familie randaliert im Rathaus

Rommerskirchen. Eine elfköpfige Familie hat am Montag im Rathaus randaliert. Die Polizei hat dazu bislang keine Pressemitteilung herausgegeben. Auch zur Darstellung eines Medienberichts, nach der es sich bei den Randalierern um eine Flüchtlingsfamilie aus dem Irak gehandelt haben soll, wollte die Polizei nichts sagen.

Wie die Gemeinde Rommerskirchen mitgeteilt hat, kam es am frühen Montagnachmittag zu einem Polizeieinsatz im Rathaus. Grund dafür war ein von einer elfköpfigen Familie verursachter „Tumult“. Die Familie war zuvor im Sozialamt vorstellig geworden. Nachdem die Versuche der Rathaus-Mitarbeiter, „die renitente Familie zu beruhigen“, gescheitert waren, wurde die Polizei hinzugezogen. Die bekam die Lage mit mehreren Streifenwagenbesatzungen wieder in den Griff. Zwei Personen wurden dabei von der Polizei in Gewahrsam genommen. Verletzte gab es keine.

Laut eines Artikels der Online-Ausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ-Online) hätten die Mutter sowie die älteren ihrer zehn Kinder Infotafeln von den Wänden gerissen und mit Einrichtungsgegenständen um sich geworfen. Ein Familienmitglied soll die Mitarbeiter mit einem im Flur stehenden Feuerlöscher bedroht haben. Bei der Familie soll es sich nach eigenen Angaben um Flüchtlinge aus dem Irak gehandelt haben, berichtet NGZ-Online weiter. Die Polizei sei mit fünf Streifenwagen im Einsatz gewesen.

Keine Pressemitteilung der Polizei

Eine Pressemitteilung der Polizei gab es bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss am frühen Dienstagnachmittag, dass keine Pressemitteilung beabsichtigt sei. Zur Begründung verwies er darauf, dass die Gemeinde Rommerskirchen die Öffentlichkeit bereits am Montag über den Vorfall unterrichtet habe.

Auch zur Darstellung von NGZ-Online, nach der es sich bei den Tatverdächtigen um eine elfköpfige Flüchtlingsfamilie aus dem Irak handeln soll, wollte sich die Neusser Polizei nicht äußern. Zum Status der Verdächtigen wolle man nichts sagen, da dies für die polizeilichen Ermittlungen „keine Bedeutung“ habe, wurde unserer Redaktion mitgeteilt. Die Polizei bestätigte lediglich die Darstellung, dass es sich bei der Familie um eine Mutter und deren zehn Kinder gehandelt habe. (ph)

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