Nachrichten Ostwestfalen-Lippe

Festnahmen nach Brand in Unterkunft

Paderborn. Nach einem Brand in der Asylbewerberunterkunft Hövelhof-Staumühle sind fünf Bewohner vorläufig festgenommen worden. Die Verdächtigen sollen „an Matratzen gezündelt“ haben.

13 Streifenwagen und drei Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz (Symbolbild: NRW.direkt)

Symbolbild: NRW.direkt

Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in einer Unterkunft für Zuwanderer in Hövelhof-Staumühle nördlich von Paderborn ausgebrochen. Ein Gebäude mit mehreren Wohneinheiten brannte vollständig aus. Die Feuerwehr war mit mehr als hundert Kräften im Einsatz und konnte den Brand am Abend unter Kontrolle bringen. Insgesamt wurden 57 Personen verletzt. Davon konnten 27 Menschen nach ambulanter Behandlung vor Ort wieder entlassen werden. 30 Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, von denen 25 nach ambulanter Behandlung noch am Nachmittag entlassen werden konnten. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.

Der Bielefelder Staatsschutz übernahm noch am gleichen Tag die Ermittlungen von der Polizei Paderborn. Am Donnerstagabend teilte die Polizei mit, dass „keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund vorliegen“. Am Freitagmorgen berichteten mehrere Medien unter Berufung auf einen Polizeisprecher, dass am Donnerstagabend fünf Bewohner wegen Brandstiftung vorläufig festgenommen wurden. Die Verdächtigen sollen „an Matratzen gezündelt“ haben. In der Unterkunft leben nach Angaben des Landkreises Paderborn rund 500 Zuwanderer. Diese sollen überwiegend vom Westbalkan stammen. (ph)

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