Grevenbroich Nachrichten

Flaschenwürfe auf Polizisten

Grevenbroich. Wegen einer Sitzblockade kurdischer Studenten war der Ostwall am Freitag mehr als sieben Stunden gesperrt. Als Polizisten die Blockade auflösten, wurden sie getreten und mit Flaschen beworfen. Drei Beamte wurden verletzt.

Festnahme eines PKK-Anhängers bei einer Demonstration im Mai (Bild: NRW.direkt)

Festnahme eines randalierenden kurdischen Demonstranten (Symbolbild: NRW.direkt)

Am Donnerstagabend trafen etwa 160 Mitglieder einer kurdischen Studentenbewegung auf einem aus Duisburg kommenden Protestmarsch in Grevenbroich ein. Am Freitagvormittag setzten sie ihren Marsch nach Leverkusen fort.

Als die Polizei den Demonstranten jedoch auf dem Ostwall verboten hatte, durchgehend mit lauter Musik und Parolen durch die Stadt zu ziehen und dazu die Lautsprecherkabel kappte, eskalierte die Situation. Die kurdischen Studenten stoppten und blockierten eine der am meisten frequentierten Straßen Grevenbroichs. Damit waren die Rettungswege eines nahe gelegenen Krankenhauses blockiert, Bushaltestellen konnten nicht mehr angefahren werden und der Verkehr musste weiträumig umgeleitet werden. Gegen 12 Uhr 45 stellte die mit mehr als 100 Einsatzkräften angerückte Polizei den Kurden ein Ultimatum: Sollten sie bis 13 Uhr nicht die Straße räumen, würde die Demonstration aufgelöst und die Fahrbahn geräumt. Die Kurden allerdings gaben zur Antwort, dass sie sitzen bleiben, solange sie nicht nach ihren Bedingungen weiterziehen dürfen – also mit lauter Musik.

Gegen 13 Uhr 20 löste die Polizei die Demonstration auf und führte deren Teilnehmer nach und nach ab. Dabei kam es auch zu Übergriffen gegen die Beamten: „Die Kollegen sind getreten und mit Flaschen beworfen worden“, schilderte die Duisburger Polizeisprecherin Daniela Krasch der Neuß-Grevenbroicher Zeitung. Drei Polizisten wurden leicht verletzt, blieben aber dienstfähig. 77 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Erst kurz nach 18 Uhr war der Ostwall wieder frei. (ph)

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