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Flughafen Köln/Bonn will Frachtvolumen verdoppeln

Köln/Bonn. Der Flughafen will sein Frachtvolumen bis 2030 fast verdoppeln. Nach Frankfurt und Leipzig ist der Konrad-Adenauer-Flughafen der drittgrößte Umschlagplatz für Luftfracht in Deutschland.

Am Airport Köln/Bonn soll nach den Plänen von Flughafen-Chef Johan Vanneste bald deutlich mehr Fracht umgeschlagen werden. „Die strategische Ausrichtung des Airports hat zum Ziel, das Frachtvolumen von 838.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2030 zu erhöhen“, sagte Vanneste in der Donnerstagausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger.

Ziel sei eine Erweiterung des Geschäftsmodells. Erwartet wird vor allem ein Wachstum in der Express-Fracht. Das sind Pakete, die binnen 24 oder 48 Stunden mit dem Flugzeug befördert werden. „Das ist für uns eine große Motivation, weiter intensiv daran zu arbeiten, die Lärmbelastungen für Anwohner weiter zu minimieren, etwa durch lärmabhängige Entgelte und durch finanzielle Anreize für die Airlines, die leises Fluggerät einsetzen“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Der Flughafen geht davon aus, dass die Zahl der Flüge durch die Erhöhung des Frachtaufkommens nur minimal steigen werde. Hintergrund ist, dass die Airlines immer größere Flugzeuge einsetzen.

Der Flughafen Köln/Bonn ist nach Frankfurt und Leipzig der drittgrößte Umschlagplatz für Luftfracht in Deutschland. Größte Kunden dabei sind UPS, deren Kooperationspartner Star Air sowie FedEx. Hintergrund dieser Spitzenstellung ist die bis zum Jahr 2030 gültige 24-Stunden-Betriebsgenehmigung. Express-Frachtverkehr wird hauptsächlich in den Nachtstunden abgewickelt, um zu gewährleisten, dass zeitsensible Sendungen schon am Tag nach der Anlieferung ausgeliefert werden können. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist das ein wichtiges Kriterium, um international wettbewerbsfähig zu sein. (ph)

Bild: Frachtflugzeuge von FedEx, UPS und Star Air auf dem Flughafen Köln/Bonn. Bildrechte: NRW.direkt

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