Duisburg Panorama

„Franky’s“ schließt nach neuer Attacke

Duisburg. „Franky’s Club Restaurant“ ist ab Montag geschlossen. Das Lokal hatte neben Gästen anderer Parteien auch AfD-Mitglieder bedient. Damit wurde es im letzten Jahr zum Ziel von Drohungen und Attacken. Zuletzt wurde die Glasfront des Restaurants eingeschlagen.

„Liebe Freunde vom Franky’s Restaurant, verehrte Gäste, leider werden wir unsere Pforten aus betriebsbedingten Gründen ab Montag schließen. Wir bedanken uns bei allen für die schöne gemeinsame Zeit hier im Franky’s und für Eure Kundentreue. Es war uns eine große Freude, Euch bedient und verwöhnt zu haben.“ Mit dieser kurzen Nachricht teilte Inhaber Frank Betke am Samstag auf seiner Facebook-Seite das Ende seines Restaurants mit.

Das Restaurant in direkter Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs war seit letztem Jahr im Visier der linksextremen Antifa. Die war nicht bereit zu akzeptieren, dass in dem Lokal neben SPD, CDU, Gewerkschaften und Karnevalsvereinen auch der regelmäßig stattfindende Stammtisch des örtlichen AfD-Kreisverbandes bewirtet wurde.

Im Februar 2016 bekam Frank Betke einen Drohbrief der Antifa. In dem im Internet veröffentlichten Brief hieß es wörtlich: „Wir fordern Sie deshalb entschlossen dazu auf, den kommenden Bürgerstammtisch der AfD Duisburg am 25. Februar 2016 abzusagen und auch in den kommenden Monaten diesen rechtsextremen Hetzer_innen keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ansonsten sehen wir uns gezwungen, den Bürgerstammtisch der AfD bei Ihnen öffentlich zu machen und mit größtmöglicher medialer Aufmerksamkeit gegen diese Bürgerstammtische in Ihrem Restaurant vorzugehen. Wir denken nicht, dass dies ihren sonstigen Gästen gefallen dürfte. Mit noch freundlichen Grüßen, ihre Antifaschistische Aktion aus Duisburg“ (Schreibweise wurde übernommen)

Inhaber wollte sich nicht erpressen lassen

Frank Betke aber ging auf die Drohung nicht ein und bewirtete den AfD-Stammtisch auch weiterhin. „Ich lasse mich nicht erpressen“, sagte er zur Begründung. Ende April 2016 aber wurde deutlich, dass die Antifa ihre Drohung ernst gemeint hatte: Mindestens acht in weiße Maleranzüge gekleidete junge Männer und Frauen erschienen kurz vor dem Stammtisch der AfD im Eingangsbereich von „Franky’s Club Restaurant“. Die Linksextremisten sperrten den Bereich vor dem Restaurant mit rot-weißem Flatterband ab und sprühten Schriftzüge wie „Achtung, rassistischer Tatort“ auf den Boden. Auch die Silhouette eines Leichnams wurde auf dem Asphalt hinterlassen. Später stellten die „Antifa-Aktivist*innen“ Bilder ihrer Aktion ins Internet.

Danach wurde es wieder ruhig um „Franky’s Club Restaurant“. In der Nacht auf den 29. Mai aber wurde die Glasfront des Lokals von bislang unbekannten Tätern eingeschlagen. Ein normaler Restaurantbetrieb war danach nicht mehr möglich. Unbestätigten Informationen unserer Redaktion soll es daraufhin zu Gesprächen zwischen dem Eigentümer und dem Vermieter gekommen sein. Am Samstag wurde dann die Schließung des Restaurants bekanntgegeben. Frank Betke war bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (ph)

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