Nachrichten

Frauen Union: „Der Ramadan hat in Schulen nichts zu suchen“

Düsseldorf. Der muslimische Fastenmonat Ramadan stellt auch Schulen zunehmend vor Probleme. Einen Tag nach dessen Beginn sprach sich die Frauen Union gegen das Fasten von Kindern aus und forderte vom Schulministerium „eine klare Anweisung, dass der Ramadan in der Schule nichts zu suchen hat“. Auch die Verlegung von Prüfungen aus Rücksichtnahme auf fastende Schüler wurde von der CDU-Frauenorganisation scharf kritisiert.

Sylvia Pantel

Am Mittwoch begann für mehr als 1,4 Millionen Muslime in Nordrhein-Westfalen der Fastenmonat Ramadan. Bis zum 14. Juni sind die Gläubigen aufgerufen, vom Morgengrauen bis Sonnenuntergang vollständig auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex zu verzichten. Das führt aber auch zunehmend dazu, dass das Fasten von muslimischen Kindern während des Ramadan für die Schulen zum Problem wird. Obwohl der Koran dies gar nicht vorschreibt, wird immer häufiger berichtet, dass die Anzahl fastender Kinder steigt. Als Ursachen dafür gelten unter anderem Gruppenzwang oder Druck von Seiten der Eltern. Durch das Fasten leiden die Gesundheit der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen sowie deren Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Die Düsseldorfer Frauen Union (FU) kritisierte am Donnerstag mit scharfen Worten, dass deshalb von einzelnen Schulleitungen auf Druck muslimischer Eltern bereits jetzt Prüfungen aus Rücksichtnahme auf einen Zeitraum nach dem Ramadan verlegt werden. „Es kann nicht sein, dass der Ramadan zu Einschränkungen schulischer Abläufe und Verlegung von Prüfungen führt, mit der Folge einer zeitlichen Anhäufung von Prüfungen, die im großen Maße auch die nicht-muslimischen Schüler betreffen und belasten. Wir respektieren die Ausübung von religiösen Pflichten. Das Fasten von Kindern gehört aber nicht dazu und hat in der Schule auch nichts zu suchen“, hieß es dazu in einer Mitteilung der FU. Vom Schulministerium forderte die FU „eine klare Anweisung, dass der Ramadan in der Schule nichts zu suchen hat“.

„Es ist an der Zeit, dass eindeutige Vorgaben kommen, die unmissverständlich klarstellen, dass der Ramadan in Klassenzimmern nichts zu suchen hat. Ausgewiesene Islam-Experten weisen immer wieder darauf hin, dass Kinder vom Fasten ausgenommen sind. Also muss es eine klare Anweisung der Landesregierung geben, dass der Ramadan in der Schule nichts zu suchen hat“, bekräftigte die FU-Kreisvorsitzende Sylvia Pantel die Haltung der CDU-Frauenorganisation. (ph)

Print Friendly, PDF & Email