Münster Wirtschaft und Verkehr

Germania in akuter Finanznot

Münster. Die Fluglinie Germania steckt in akuten Finanzproblemen. Insbesondere für den Flughafen Münster/Osnabrück ist das eine schlechte Nachricht. Alle Flüge sollen jedoch wie geplant stattfinden.

Germania hat mit akuten Finanzproblemen zu kämpfen. Das räumte die Fluglinie am Dienstag in einer Pressemitteilung ein. „Germania prüft aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. Es geht dabei um die zentrale Frage, wie wir als mittelständisches Unternehmen auch weiterhin in einem Marktumfeld schlagkräftig bleiben, das von Fluggesellschaften mit konzernähnlichen Strukturen geprägt ist“, hieß es darin. Beim Flugbetrieb werde es jedoch keine Einschränkungen geben, alle Flüge sollen planmäßig stattfinden.

Kurz nach der Mitteilung berichtete das Fachmagazin aeroTELEGRAPH, Germania hätte bis zum 27. Dezember 20 Millionen Euro benötigt, um weiterfliegen zu können. Inzwischen gehe es jedoch nicht mehr nur um eine „kurzfristige Finanzierungslücke“. Auch ein Verkauf der Airline sei möglich, so der aeroTELEGRAPH unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Insbesondere für den Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) sind die Finanznöte von Germania eine schlechte Nachricht. Dort ist Germania nach der Lufthansa die zweitwichtigste Fluggesellschaft. Dank des hauptsächlich touristischen Engagements von Germania gelang es dem FMO im vergangenen Jahr, seine Fluggastzahlen wieder auf über eine Million zu steigern. Für den Sommer 2019 hatte Germania angekündigt, ein drittes Flugzeug am FMO zu stationieren. (ph)

Bild: NRW.direkt

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