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Hambacher Forst: RWE bleibt hart

Essen/Hambach. RWE bleibt bei seinen Plänen für Rodungen im Hambacher Forst. Als Mitarbeiter des Energie-Konzerns dort Unrat und Müll beseitigt haben, wurden sie dabei mit Gegenständen und Fäkalien beworfen.

Der Essener Energie-Konzern RWE verteidigt seine Pläne für Rodungen im Hambacher Forst. „Da wir im vergangenen Jahr nicht gerodet haben, sind die zeitlichen Puffer nun aufgebraucht“, sagte Katja van Doren, Finanz- und Personalvorstand der RWE-Kraftwerkssparte Generation, in der Freitagausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Die lange geplanten Rodungen sind kurzfristig zwingend erforderlich, um die Kohleförderung aus dem Tagebau Hambach sicherzustellen. Wir können unseren Betrieb nicht von Symbolpolitik abhängig machen, nicht zuletzt, weil wir Verantwortung für die Beschäftigten haben, die im Tagebau und in unseren Kraftwerken tätig sind.“ Dabei verwies die RWE-Managerin auch auf Bemühungen des Konzerns zu CO2-Einsparungen im Kraftwerksbetrieb.

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Rodungen wurden 2016 mit einer Leitentscheidung zur Braunkohle der damaligen rot-grünen Landesregierung geschaffen. In der vorletzten Woche kam es im Hambacher Forst mehrfach zu Angriffen von Linksautonomen auf Polizisten und RWE-Mitarbeiter. Dabei wurden die Polizisten auch mit Brandsätzen beworfen. Als RWE-Mitarbeiter am Donnerstagmorgen im Hambacher Forst Unrat und Müll beseitigt haben, wurden sie laut Polizei „erneut mit verschiedenen Gegenständen und Fäkalien beworfen“. (ph)

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