Duisburg Nachrichten

Illegale Kurden-Demo in Marxloh

Duisburg/Dortmund. In Marxloh kam der Verkehr am Mittwoch wegen einer unangemeldeten Kurden-Demonstration zum Stehen. Bei der Auflösung einer anderen kurdischen Versammlung drei Tage zuvor in Dortmund wurden insgesamt fünf Polizisten verletzt.

PKK-Anhänger demonstrieren mit Öcalan-Flaggen (Symbolbild: NRW.direkt)

Rund 60 Kurden haben sich am Mittwoch gegen 11 Uhr 45 in Duisburg-Marxloh zu einer unangemeldeten Demonstration versammelt. Dabei führten sie in Deutschland verbotene Fahnen mit dem Abbild von Abdullah Öcalan, einem der Führer der Terror-Organisation PKK, mit sich. Einige trugen auch T-Shirts mit dem Bild von Öcalan. Der Verkehr kam zum Stillstand.

Die Polizei drängte die Personen zurück, stellte deren Personalien fest und erteilte Platzverweise. Einer der Männer wurde aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Ein weiterer wurde, nachdem er Widerstand geleistet hatte, zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Die Polizisten stellten 37 Fahnen und drei T-Shirts mit dem Abbild von Abdullah Öcalan sicher. Außerdem wurde ein Messer beschlagnahmt. Erst gegen 16 Uhr 30 war der Polizeieinsatz wieder beendet.

Bereits am Sonntag hatte die Polizei in Dortmund eine kurdische Versammlung wieder aufgelöst. Die Kurden hatten sich mehrfachen Aufforderungen widersetzt, keine Gegenstände mit dem Abbild von Abdullah Öcalan zu zeigen. Dabei kam es zu Beleidigungen und tätlichen Angriffen auf Polizisten, insbesondere in Form von Flaschenwürfen, Tritten und Schlägen. Dabei wurden insgesamt fünf Polizisten verletzt.

Quelle: Polizei

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