Justiz Köln

JA kritisiert Kölner Urteil

Köln. Das Amtsgericht hat am Mittwoch den ersten Täter im Zusammenhang mit den Ereignissen der Silvesternacht verurteilt. Die Haftstrafe wegen Diebstahl wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Junge Alternative kritisierte das Urteil als „Witz“ und forderte die Abschiebung des marokkanischen Täters.

Amtsgericht Köln (Bild: NRW.direkt)

Amtsgericht Köln (Bild: NRW.direkt)

Am Mittwoch wurde der erste Täter der Kölner Silvesternacht vom Amtsgericht zu sechs Monaten Haft auf Bewährung sowie 100 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen gefordert. Der 23-jährige Marokkaner hatte gestanden, kurz nach 23 Uhr am Silvesterabend auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs einer Frau das Handy gestohlen zu haben, als diese gerade den Dom fotografierte. Vor Gericht entschuldigte er sich bei seinem Opfer.

Die AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) kritisierte das Urteil scharf. „Die Medien schweigen vielsagend zum Aufenthaltsstatus des Täters. Nach Angaben des Innenministeriums kann es sich aber nur um einen Illegalen oder einen Asylbewerber handeln. So oder so – er hat hier nichts mehr verloren, wenn das überhaupt je der Fall war“, sagte der Landesvorsitzende Sven Tritschler. Sein Stellvertreter John-Lukas Langkamp ergänzte: „Schwache Justiz, schwacher Grenzschutz, schwache Polizei. Deutschland wird zum Eldorado für Täter aus der ganzen Welt. Bewährung und 100 Euro Geldstrafe sind ein Witz. Der Mann muss abgeschoben werden.“

In der Silvesternacht war es in Köln massenweise zu Straftaten von Asylbewerbern gekommen. In ganz Deutschland lösten insbesondere die sexuellen Übergriffe auf Frauen Entsetzen aus. Sie wurden von Männern umzingelt, bedrängt und bestohlen. Auch Vergewaltigungen wurden angezeigt. (ph)

Print Friendly, PDF & Email