Karneval: „Security Point“ für Frauen

Düsseldorf. Das Gleichstellungsbüro und die Frauenberatungsstelle werden an Altweiber einen „Security Point“ für Frauen in der Altstadt einrichten. Dort kam es in der Silvesternacht zu massiven Übergriffen auf Frauen. Bislang wurden 105 Sexualdelikte angezeigt.

Wie die Stadt Düsseldorf am Mittwoch mitgeteilt hat, werden das Gleichstellungsbüro und die Frauenberatungsstelle an Altweiber einen Security Point (deutsch: Sicherheitspunkt) für Frauen in der Altstadt einrichten. Die Anlaufstelle für Mädchen und Frauen an der Mertensgasse 1 ist von 10 Uhr am 4. Februar bis 2 Uhr in der Nacht zum 5. Februar geöffnet. Die Zielgruppe sind Frauen und Mädchen, die verunsichert sind, sich bedroht fühlen, sexuelle Übergriffe gesehen oder selbst erlebt haben. Sie erhalten dort direkte kostenlose Unterstützung, auf Wunsch auch anonym. Vor Ort stehen Fachkräfte aus der Frauenberatungsstelle und dem Gleichstellungsbüro sowie des Opferschutzes der Polizei als Ansprechpersonen zur Verfügung. Finanziert wird die Einrichtung vom Land, der Heimatverein Düsseldorfer Jonges stellt einige Räume seiner Geschäftsstelle für den „Security Point“ zur Verfügung.

Bislang 105 Sexualdelikte angezeigt

Auch in der Düsseldorfer Altstadt kam es in der Silvesternacht zu massiven sexuellen Übergriffen auf Frauen. Nachdem sich die Polizei dazu wochenlang lediglich bei direkten Medien-Anfragen geäußert hatte, wurde am Mittwoch in einer Polizeimeldung eingeräumt, dass sich die Ermittlungskommission „Silvester“ mit insgesamt 159 Taten beschäftigt. Darin sind Sexualstraftaten, Körperverletzungen sowie Eigentumsdelikte wie Raub und Taschendiebstahl enthalten. Bei den 159 Fällen sollte es sich nach den Schilderungen der Betroffenen um Täter „aus dem nordafrikanischen Raum“ gehandelt haben. Bislang wurden 105 Sexualdelikte angezeigt. (ph)

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