Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

Keine Vergünstigungen für Eurowings

Düsseldorf. Die Rheinische Post behauptet, Eurowings bekomme vom Flughafen „Millionenzuschüsse“. Der Flughafen aber dementiert Vergünstigungen für die Lowcost-Tochter der Lufthansa. Auch andere Elemente des entsprechenden Zeitungsberichts werden bestritten.

„Düsseldorfer Flughafen zahlt Millionen-Zuschüsse an Eurowings“, behauptete die Rheinische Post (RP) am Donnerstag. Konkret berichtete die Zeitung, dass Eurowings für jeden zusätzlichen Passagier auf Interkontinentalstrecken zehn Euro Prämie bekomme – was der Lowcost-Tochter der Lufthansa bei der bis Ende des Jahres geplanten Stationierung von sieben Langstreckenjets „Zuschüsse von zehn Millionen Euro bringen würde“. Außerdem soll Eurowings für jeden neuen Umsteiger bis zu sechs Euro Zuschuss bekommen.

Weiter behauptete die RP: „Als Gegenleistung dafür, dass Eurowings künftig alle sieben NRW-Langstreckenjets in Düsseldorf stationiert, sicherte der Airport sehr schnelle Abfertigungs- und Umsteigezeiten zu. Einen der drei Flugsteige am Airport, Gate B, wird Eurowings weit überwiegend für sich nutzen. Dort war früher Air Berlin.“

Sofortige Richtigstellung des Flughafens

Der Flughafen Düsseldorf nahm noch am gleichen Tag zu dem Zeitungsbericht Stellung. Dabei wurden die von der RP genannten Zahlen nicht bestritten. Allerdings verwies der Flughafen auf die öffentlich einsehbare Entgeltordnung, nach der „allen Fluggesellschaften dieselben Förderprogramme gewährt“ werden. Diese „beziehen sich zum Beispiel auf Passagierzahlen pro Flugbewegung, aber auch ein steigendes Passagiervolumen im Interkontinentalverkehr sowie das Wachstum bei Umsteigepassagieren. Diese Programme existieren am Flughafen Düsseldorf bereits seit Jahren“, hieß es.

Die überwiegende Nutzung des Flugsteigs B durch Eurowings wurde vom Flughafen ebenso bestritten wie entsprechende Zusagen bei der Gepäckabfertigung. Diese wird in Düsseldorf von am Markt agierenden Dienstleistern im Auftrag der Fluggesellschaften durchgeführt.

Bild: NRW.direkt

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