Köln Nachrichten

Köln-Tourismus rückläufig

Köln. In diesem Jahr sind bislang deutlich weniger Touristen in die Domstadt gekommen. Selbst im Karnevalsmonat Februar sank die Zahl der Übernachtungen. Gründe sind die sexuellen Übergriffe durch Asylbewerber in der Silvesternacht sowie die Angst vor islamistischen Terror-Anschlägen.

Im Februar sind in den Kölner Hotels und Pensionen mit 425.422 rund 3,1 Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat abgestiegen. Bei den ausländischen Gästen gab es gar einen Rückgang um 8,9 Prozent. Im Januar ging die Gesamtzahl der Übernachtungen um 0,7 Prozent zurück. „Köln hat durch Silvester einen Image-Schaden erlitten, und das wird uns auch noch eine Weile begleiten“, sagte eine Sprecherin von Köln-Tourismus am Samstag. „Es gab keine größeren Stornierungen, aber eine Zurückhaltung bei spontanen Buchungen.“

Die Sprecherin betonte aber auch, dass der Ereignisse der Silvesternacht nicht der alleinige Grund für den Rückgang der Touristen sind. Die „latente Terror-Gefahr in Europa“ habe zu einer allgemeinen Verunsicherung bei Städte-Reisen geführt. So hätten sich die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris bereits im Dezember negativ auf die Übernachtungszahlen ausgewirkt. Zahlen für März lägen in Köln noch nicht vor, es werde aber keine steigende Tendenz erwartet. (ph)

Bild: Einsatzfahrzeuge der Polizei vor dem Kölner Hauptbahnhof. Bildrechte: NRW.direkt

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