Köln Politik

Kölner Sicherheitskonzept erweitert

Köln. Nach dem Terror-Anschlag in Berlin wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Silvesternacht weiter verschärft. Das ursprünglich nur für die Abwehr massenhafter Übergriffe auf Frauen entwickelte Sicherheitskonzept wurde um Maßnahmen zur Verhinderung von Lkw-Anschlägen ergänzt.

Einsatzfahrzeuge der Polizei am Kölner Hauptbahnhof (Bild: NRW.direkt)

Symbolbild: NRW.direkt

Am Mittwoch haben Stadt und Polizei ihre Sicherheitsvorkehrungen für den kommenden Jahreswechsel vorgestellt. Hauptbahnhof und Domplatte sollen in der Silvesternacht von einem massiven Polizeiaufgebot geschützt werden. Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte, dass rund 1.500 Kräfte der Landespolizei im Einsatz sein werden. Weitere 300 Einsatzkräfte werden von der Bundespolizei gestellt. Bereits Mitte Dezember wurde der Einsatz von rund 600 städtischen Ordnungskräften angekündigt, ebenso die Einrichtung einer „böllerfreien“ Schutzzone rund um den Dom. Diese darf nur nach einer Taschenkontrolle betreten werden. Das Domumfeld soll mit 40 neu installierten Kameras überwacht werden. Als Konsequenz aus dem Terror-Anschlag in Berlin kündigte Mathies am Mittwoch an, dass die Zufahrt zu mehreren Plätzen mit Betonsperren und Großfahrzeugen blockiert werden soll. Insgesamt 34 Betonsperren sollen nach 17 Uhr aufgebaut werden. Damit sollen Anschläge mit Lkws verhindert werden.

In der letzten Silvesternacht kam es im und vor dem Kölner Hauptbahnhof zu massiven Diebstählen und sexuellen Belästigungen von Frauen. Später stellte sich heraus, dass die meisten Täter erst kurz zuvor als Asylsuchende nach Deutschland gekommen waren. Zwei Drittel der Tatverdächtigen waren trotz ihres meist erst kurzen Aufenthalts in Deutschland bereits zuvor polizeilich aufgefallen. (ph)

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