Düsseldorf Nachrichten

Kurden-Demo: Zwölf Polizisten verletzt

Düsseldorf. Bei einer Kurden-Demonstration am Samstag kam es zu Angriffen auf die Polizei. Dabei wurden drei Polizisten schwer und neun leicht verletzt. Die Polizei musste eingreifen, weil trotz eines Verbots Flaggen mit dem Gesicht des PKK-Führers Abdullah Öcalan gezeigt wurden.

Kurden-Demo neben dem Düsseldorfer Landtag (Symbolbild: NRW.direkt)

Rund 6.000 Kurden haben am Samstag in Düsseldorf demonstriert. Einer der Aufzüge hatte sich nach 11 Uhr 30 mit rund 2.000 Teilnehmern am DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße in Bewegung gesetzt, der andere zur gleichen Zeit mit rund 4.000 Teilnehmern am Apollo-Platz neben dem Landtag. Danach waren die Aufzüge ihrer angemeldeten Strecke gefolgt.

Gegen 12 Uhr 40 wurden unter den Teilnehmern Fahnen verteilt und präsentiert, die nach den polizeilichen Auflagen nicht erlaubt waren. Dabei handelte es sich um Abbildungen mit dem Konterfei von PKK-Führer Abdullah Öcalan. Die polizeiliche Auflage war zuvor durch das Oberverwaltungsgericht überprüft und bestätigt worden.

Nachdem der Aufzug durch die Polizei gestoppt war, wurde den Versammlungsteilnehmern mitgeteilt, dass eine Fortsetzung des Aufzugs nicht zugelassen werde, solange das Zeigen dieser Abbildungen andauere. Daraufhin kam es zu Angriffen gegen Polizisten, unter anderem mit Fahnenstangen. Die Polizisten setzten sich mit Pfefferspray gegen die Angreifer zur Wehr.

Einwirken auf Demonstranten erfolglos

Während der dann folgenden statischen Phase versuchte die Versammlungsleiterin erfolglos, mit Hilfe eines Lautsprechers auf die Teilnehmer einzuwirken, die betreffenden Fahnen wieder einzurollen. Jedem Teilnehmer war es jederzeit möglich, die Versammlung zu verlassen. Um 17 Uhr wurde die Versammlung durch die Leiterin vorzeitig für beendet erklärt. Die bis dahin verbliebenen rund 3.000 Teilnehmer verließen den Versammlungsort zu Fuß sowie mit Reisebussen.

Bis 19 Uhr wurden insgesamt drei schwer und neun leicht verletzte Polizisten registriert. Die schwer verletzten Polizisten waren nicht mehr dienstfähig. In neun Fällen kam es zu freiheitsentziehenden Maßnahmen, unter anderem bei einem 34-jährigen Mann, der nach dem Schuss mit einer Zwille durch eine Videoaufzeichnung identifiziert wurde. In der Düsseldorfer Innenstadt kam bis in die Abendstunden zu erheblichen Verkehrsstörungen.

Quelle: Polizei

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