Gelsenkirchen Politik

Linke wollen Meuthen-Rede verhindern

Gelsenkirchen. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen wird am Donnerstag im Maritim-Hotel einen Vortrag halten. Als Reaktion darauf wollen linke Gruppierungen, darunter auch die SPD-Jugend, vor dem Biergarten des Hotels „gegen Rechts trommeln“. Im Internet fordern die Linken dazu auf, sich beim Maritim zu beschweren.

Jörg Meuthen nach seiner Wahl zum AfD-Sprecher (Bild: NRW.direkt)

Jörg Meuthen nach seiner Wahl zum AfD-Sprecher (Bild: NRW.direkt)

Am Donnerstag wird AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen auf Einladung des Bezirksverbandes Münster in Gelsenkirchen erwartet. Der 54-jährige Meuthen ist Professor für Volkswirtschaftslehre und wurde der deutschen Öffentlichkeit Mitte März als Spitzenkandidat der AfD Baden-Württemberg bekannt, weil seine Partei auf Anhieb 15,1 Prozent der Stimmen bekam. Sein Vortrag in Gelsenkirchen steht unter dem Motto „Die AfD auf dem Weg zur neuen Volkspartei“.

Die Ankündigung von Meuthens Vortrag rief bereits den Protest linker Gruppierungen hervor. „Gerade die AfD ist das Symbol für die rassistische und nationalistische Bewegung in Deutschland“, sagte Linda Ludewigs, Sprecherin der Interventionistischen Linken Ruhr (IL). In der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) äußerte Ludewigs am Sonntag ihr „Befremden“ darüber, dass das Maritim für diese Veranstaltung Räume zur Verfügung stelle.

„Trommeln gegen Rechts“

Gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken sowie den Jungsozialisten der SPD ruft die IL dazu auf, am Donnerstag „mit kreativen und lauten Aktionen“ gegen die AfD zu protestieren. Und was damit konkret gemeint ist, wurde im Internet auch schon verraten: Um 18 Uhr 30, eine halben Stunde vor dem Beginn des Vortrages von Jörg Meuthen, soll auf einer Wiese im Stadtgarten, die sich direkt vor dem Biergarten des Hotels befindet, das „Trommeln gegen Rechts“ beginnen.

Druck auf das Hotel

Der Druck der Linken geht jedoch noch weiter. Auf Facebook veröffentlichte die IL folgenden Aufruf (Interpunktion sowie die Verwendung von Sonderzeichen wurden übernommen): „Wir als ‚besorgte Bürger*Innen‘ die Sexismus, Rassismus und Nationalismus nicht dulden wollen, rufen dazu auf am Montag sich gezielt beim Hotel Maritim zu beschweren.“

Darunter waren die Telefon- sowie die Fax-Nummer und die E-Mail-Adresse des Hotels angegeben. Auch die Rufnummer, die für Gästereservierungen vorgesehen ist, wurde dabei angegeben. Unter den Kontaktdaten des Hotels ist zu lesen (Interpunktion und Orthographie wurden übernommen): „Machen wir deutlich, das es nicht unkommentiert bleibt wenn jemand Räume an Rechte gibt. Egal wo ihr seid ihr könnt mitmachen. Am Donnerstag sehen wir uns dann vor Ort bei den Protesten…“

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