Düsseldorf Nachrichten

Mehr Sicherheitskräfte auf Rheinkirmes

Düsseldorf. Wegen der Terrorgefahr und aus Sorge vor Übergriffen wie in der Silvesternacht erhöhen die Veranstalter der Rheinkirmes ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die Rheinkirmes gehört mit rund vier Millionen Besuchern zu den größten Volksfesten in Deutschland.

Oberkasseler Rheinwiesen (Bild: NRW.direkt)

Oberkasseler Rheinwiesen (Bild: NRW.direkt)

Wie die Rheinische am Samstag berichtete, sollen auf der diesjährigen Rheinkirmes in Düsseldorf deutlich mehr Sicherheitskräfte eingesetzt werden als in den Vorjahren. „Die Security-Leute sind dafür sensibilisiert, bei Belästigungen oder aggressiven Besuchergruppen einzugreifen“, sagte Kirmesarchitekt Thomas König. Auch die Polizei werde „starke Präsenz“ zeigen. Als Gründe für die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen wurden die Terror-Gefahr sowie die Vorfälle in der Kölner Silvesternacht genannt.

Außerdem haben die Kirmes-Veranstalter gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Stadt ein Konzept für eine Evakuierung des Festplatzes weiter entwickelt. Dies würde bei einem aufziehenden Unwetter, aber auch bei einer Terror-Drohung zum Einsatz kommen. Dann würden die Kirmes-Besucher über Lautsprecher an den Attraktionen informiert, in schwierigen Lagen soll die Polizei die Leitung übernehmen. Aufgrund des erhöhten Aufwandes für die Sicherheit sind die Kosten für die Rheinkirmes gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent gestiegen.

Schützen feiern 700-jähriges Bestehen

Die Kirmes findet vom 15. bis 24. Juli auf den Oberkasseler Rheinwiesen statt. Mit rund vier Millionen Besuchern gehört die Rheinkirmes zu den größten Volksfesten in Deutschland. Ausgerichtet wird das Fest vom St.-Sebastianus-Schützenverein, der in diesem Jahr sein 700-jähriges Bestehen feiert. In der Vergangenheit galt die Rheinkirmes als sicheres Ereignis. Der Aufbau der Kirmes hat bereits begonnen.

In der Silvesternacht kam es in Köln sowie in anderen Städten des Land zu breit angelegten Übergriffen zumeist nordafrikanischer Asylbewerber auf Frauen. Einer internen Lageübersicht des Bundeskriminalamts (BKA) zufolge kamen die meisten der Täter erst kurz zuvor mit der sogenannten Flüchtlingswelle nach Deutschland. (ph)

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