Essen Mülheim an der Ruhr Wirtschaft und Verkehr

Mehrheit will Flughafen behalten

Essen/Mülheim. 57 Prozent der beim NRZ-Bürgerbarometer Befragten wollen, dass der Flughafen bleibt. Der Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten glaubt, dass dieses Ergebnis noch eindeutiger wäre, wenn alle Bürger seiner Stadt befragt würden.

57 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, was ihrer Ansicht nach mit dem Gelände des Flughafens Essen/Mülheim passieren soll, dass dies „bleiben soll, wie es ist“. 28 Prozent sprachen sich für eine Mischbebauung im Sinne eines Wohn- und Gewerbegebiets aus. Sieben Prozent plädierten für die Schaffung von Wohnraum, vier für ein Gewerbegebiet sowie fünf Prozent für andere Lösungen. Das ergab ein am Donnerstag veröffentlichtes NRZ-Bürgerbarometer.

Der Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten glaubt, dass das Ergebnis noch eindeutiger ausfallen würde, wenn sämtliche Mülheimer befragt würden. „Ich bin mir sicher, dass der Zuspruch dann noch höher als 57 Prozent wäre“, sagte der SPD-Politiker der NRZ.

Der von der Allgemeinen Luftfahrt genutzte Flughafen Essen/Mülheim ist Heimatbasis des WDL-Luftschiffs „Theo“. Weitere Bedeutung erlangt der offiziell als Verkehrslandeplatz eingestufte Flughafen durch die Pilotenausbildung für große Fluglinien. Nach dem Willen der Politik soll der den Städten Essen und Mülheim gehörende Flughafen aber nach dem Auslaufen der Pachtverträge mit der WDL 2024 und mit dem Aero-Club Mülheim an der Ruhr 2034 geschlossen werden. Noch in diesem Jahr soll ein Plan zur Nachnutzung erstellt werden. Damit ist die Zukunft des im Ruhrgebiet beliebten Luftschiffs „Theo“ ungewiss. (ph)

Bild: Flughafen Essen/Mülheim. Bildrechte: NRW.direkt

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