Politik

Merz und Spahn gegen Neuwahlen

Düsseldorf. Friedrich Merz und Jens Spahn sollen bei einer Vorstandssitzung der Landes-CDU am Dienstagabend erklärt haben, im Falle ihrer Wahl zum CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel bis zum Ende der regulären Legislaturperiode als Bundeskanzlerin zu unterstützen.

Jens Spahn (Bild: NRW.direkt)

Das berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll sich in der Vorstandssitzung in Düsseldorf auch dafür ausgesprochen haben, das Thema Generationengerechtigkeit im Wahlkampf stärker zu spielen. Damit könne die CDU bei jüngeren Wählern punkten, soll Spahn gesagt haben. Auch soll er gefordert haben, Deutschland müsse „Digitalweltmeister“ werden.

Sein Kontrahent Friedrich Merz habe eine CDU-Initiative für eine neue europäische Industriepolitik vorgeschlagen. Für seine Analyse, nach der die SPD vor einem scharfen Linksschwenk stehe, womit für die CDU Chancen bestehen, als in der Mitte positionierte Partei an die Grünen verlorene Wähler zurückzugewinnen, habe Merz großen Applaus bekommen.

Anfang Dezember wählt die CDU auf ihrem Bundesparteitag in Hamburg nach 18 Jahren unter dem Vorsitz von Angela Merkel einen neuen Parteichef. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten neben Jens Spahn CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz. Merkel hatte angekündigt, trotz des Rückzugs als Parteivorsitzende bis 2021 als Bundeskanzlerin im Amt bleiben zu wollen. (ph)

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