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Messer-Attacke religiös motiviert?

Oberhausen. Bei einem Messer-Angriff auf dem Willy-Brandt-Platz wurden am Sonntag zwei Männer schwer verletzt. Nach einem Streit über laute islamische Gebetsrufe und Musik soll ein 19-Jähriger zugestochen und dabei „Allahu akbar“ gerufen haben. Der in Deutschland offenbar geduldete Tatverdächtige wurde am Montag in Untersuchungshaft genommen.

Bei einer Messer-Attacke im Außenbereich eines Döner-Imbiss wurden am späten Sonntagabend auf dem Willy-Brandt-Platz in Oberhausen zwei Männer im Alter von 27 und 43 Jahren schwer verletzt. Bei dem Jüngeren bestand aufgrund einer Stichverletzung zunächst Lebensgefahr. Mittlerweile ist der Zustand des 27-Jährigen aber wieder stabil. Der mutmaßliche Täter, ein 19-jähriger Afghane, konnte von Polizisten in der Nähe des Tatortes festgenommen werden.

Wie nrw-aktuell.tv unter Berufung auf die Polizei berichtete, soll es vor der Tat zum Streit zwischen dem 19-jährigen Tatverdächtigen und dem 27-Jährigen gekommen sein. Der 19-Jährige soll wiederholt islamische Gebetsrufe und Musik in hoher Lautstärke von seinem Smartphone abgespielt haben. Der 27-Jährige habe ihn aufgefordert, dies zu unterlassen. Daraufhin soll der Tatverdächtige unvermittelt auf den Mann eingestochen haben. Dabei soll er eine Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung, eine sogenannte Duldung, bei sich geführt haben. Laut der WAZ soll er bei der Tat „Allahu akbar“ („Gott ist am größten“) gerufen haben.

Die Polizei richtete in der Nacht zum Sonntag eine Mordkommission ein. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 19-jährigen Afghanen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete der zuständige Richter am Montag Untersuchungshaft an. (ph)

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