Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

Metro plant Aufspaltung

Düsseldorf. Der Handelskonzern Metro steht vor der Aufspaltung. Das Großhandelsgeschäft und die Elektroniksparte Media-Saturn sollen zukünftig als eigenständige börsennotierte Unternehmen geführt werden. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung.

Bild: NRW.direkt

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Wie die Metro AG am Mittwoch in einer Ad hoc-Meldung mitgeteilt hat, wird die Schaffung von zwei unabhängigen börsennotierten Geschäftseinheiten durch die Aufteilung des Unternehmens vorbereitet. Nach den bisherigen Überlegungen soll das Großhandelsgeschäft mit den Marken Metro Cash & Carry und Makro sowie der Warenhauskette Real aus dem Konzern abgespalten und als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen weitergeführt werden. Bei der heutigen Metro AG verbliebe dann nur noch Europas größte Elektronikkette Media-Saturn. Diese soll unter neuem Namen weitergeführt werden. Konzernchef Olaf Koch begründete die Aufspaltung damit, dass es zwischen beiden Unternehmenssparten nur sehr wenige operative Überschneidungen und Synergien gebe.

Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützen das Vorhaben, das bis Mitte 2017 umgesetzt werden soll. Die Metro-Aktionäre sollen entsprechend ihrer bisherigen Anteilsquote an beiden Unternehmen beteiligt werden. Die im MDax gelistete Metro-Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung; am frühen Nachmittag lagen die Papiere rund 13 Prozent im Plus.

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