Wirtschaft und Verkehr

Minister kritisiert Eurowings und Ryanair

Düsseldorf. Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat Eurowings und Ryanair scharf kritisiert. Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings steht seit Monaten wegen Verspätungen und Flugausfällen in der Kritik. Bei Ryanair kam es am Freitag wegen eines Pilotenstreiks zu massiven Flugausfällen.

Landesverkehrsminister Hendrik Wüst hat angesichts der Probleme im Luftverkehr die Fluggesellschaften Ryanair und Eurowings scharf kritisiert. Die Hauptursachen für die vielen Verspätungen und Flugausfälle lägen bei den Airlines, sagte der CDU-Politiker in der Freitagausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger. „Die Airlines müssen ihre betrieblichen Abläufe so stabilisieren, dass nicht Kunden und Anwohner die Leidtragenden sind. Fliegen darf nicht zum Lotteriespiel werden“, mahnte der Minister. „Die Streiks bei Ryanair sind die Folge des Geschäftsmodells auf dem Rücken der Mitarbeiter“, erklärte er. Und Eurowings „hat sich bei der Übernahme von Maschinen der Air Berlin verhoben“. Außerdem würden die Umläufe in den letzten Jahren immer knapper geplant.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings steht seit Monaten wegen Verspätungen und Flugausfällen in der Kritik. Ende Juni berichtete der Spiegel unter Berufung auf ein Fluggastrechte-Portal, bei Eurowings habe es seit Jahresbeginn rund 2.600 Annullierungen gegeben. Nach der Insolvenz von Air Berlin hatte die Lufthansa-Tochter nach eigener Aussage das „größte Wachstum in der Geschichte des deutschen Luftverkehrs“ angestrebt.

Die irische Ryanair hingegen gilt als überwiegend pünktlich. Aufgrund eines Arbeitskampfes der Piloten mussten am Freitag jedoch in Deutschland rund 250 Flüge annulliert werden. Davon betroffen waren auch Flüge von den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Weeze am Niederrhein. (ph)

Bild: NRW.direkt

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