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Mit Schusswaffe im Jobcenter?

Köln. Ein Großaufgebot der Polizei hat am Donnerstagnachmittag das Gebäude der Arbeitsagentur an der Luxemburger Straße durchsucht. Dabei waren dreißig Streifenwagen im Einsatz. Gesucht, aber nicht gefunden wurde eine Frau mit einer Pistole.

Arbeitsagentur an der Luxemburger Straße (Bild: NRW.direkt)

Arbeitsagentur an der Luxemburger Straße (Bild: NRW.direkt)

Gegen 15 Uhr hielten sich Zivilfahnder im Jobcenter auf, die einen gesuchten 26-Jährigen festnehmen wollten. Der als aggressiv geltende Mann hatte zuvor in seiner Asylunterkunft einen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes bedroht. Der Syrer wurde in Begleitung von vier weiteren Männern angetroffen, festgenommen und zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gefahren. Im Zuge der Festnahme wandte sich ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur an die Beamten und gab an, ihm sei zugetragen worden, dass sich in dem Gebäude eine Frau mit einer Pistole aufgehalten habe.

Daraufhin wurden starke Polizeikräfte zusammengezogen sowie Verstärkung durch die Bereitschaftspolizei angefordert. Dreißig Streifenwagen waren im Einsatz, das Gebäude wurde umstellt. Gegen 16 Uhr begann die Durchsuchung des vierzehnstöckigen Hochhauses. Zahlreiche noch im Dienst befindliche Mitarbeiter wurden aus dem Gebäude geführt. Hinzugezogene Rettungskräfte der Feuerwehr und das Kriseninterventionsteam der Arbeitsagentur mussten insgesamt zehn schockierte Angestellte betreuen. Eine Person musste wegen Kreislaufproblemen in eine Klinik eingeliefert werden.

Gegen 20 Uhr waren die Durchsuchungsmaßnahmen vollständig abgeschlossen. Eine verdächtige Person wurde jedoch nicht angetroffen.

Quelle: Polizei

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