Dortmund Nachrichten

Mob greift Polizisten an

Dortmund. Bei einem Einsatz in der als No-Go-Area geltenden Nordstadt wurden Polizisten in der Nacht zum Samstag beleidigt und aggressiv angegriffen. Danach warfen Anwohner des multikulturell besiedelten Viertels der Polizei vor, einen Diensthund „in eine Menschenmenge gehetzt“ zu haben. Eine große Zeitung hingegen spricht davon, dass ein „Mob“ versucht habe, einen Tatverdächtigen zu befreien.

Polizist mit Diensthund (Symbolbild: NRW.direkt)

Nach einer Messerstecherei in einer Flüchtlingsunterkunft wurde der mutmaßliche Täter in der Nacht zum Samstag von der Polizei in der Dortmunder Nordstadt festgenommen. Gleichzeitig fahndeten weitere Polizisten auf der Mallinckrodtstraße nach möglichen Tatverdächtigen. Daraufhin sammelten sich an der Münsterstraße rund 40 Personen und störten die polizeilichen Maßnahmen massiv. Dabei mussten sich die Einsatzkräfte „gegen aggressive Angriffe durchsetzen“, so die Polizei. Die Polizisten wurden beleidigt, körperlich angegriffen und mit Glasflaschen beworfen.

Dabei wurden auch ein Diensthundeführer und sein Tier stark bedrängt. Auf Befehl biss der Diensthund zu verletzte damit eine Person leicht. Um weitere Auseinandersetzungen und Verletzungen zu vermeiden, wurden die Ausschreitungen daraufhin von der Polizei konsequent beendet. Vier Personen aus Dortmund wurden in Gewahrsam genommen.

Tatverdächtige „Opfer rassistischer Polizeikontrollen“?

Auf dem linkspolitisch ausgerichteten Blog Ruhrbarone behaupteten Anwohner der multikulturell besiedelten Nordstadt am Tag darauf, sie hätten den Einsatz lediglich beobachten wollten, „weil die Männer häufig Opfer rassistischer Polizeikontrollen“ seien. „Eine bis dahin friedliche Menschenmenge wurde von Polizisten mit Schlagstöcken attackiert und ein Polizeihund in die Menge gehetzt“, hieß es wörtlich. Für den Hundeführer sowie den Einsatzleiter der Polizei wurden Konsequenzen gefordert.

Die Funke Mediengruppe hingegen stellte den Vorfall anders dar: „Nach Messerstecherei in der Dortmunder Nordstadt – Mob versucht Tatverdächtigen zu befreien“, lautete deren Überschrift am Samstagabend im Internet. Die Dortmunder Nordstadt gilt als sogenannte No-Go-Area. (ph)

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