Monheim am Rhein Politik

„Monheim nicht durch Zuzug überfordert“

Monheim am Rhein. „Wer behauptet, die Gesellschaft sei durch Zuzug überfordert, den lade ich nach Monheim am Rhein ein, um sich hier vom Gegenteil zu überzeugen“, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann am Samstag bei der Einweihung einer von einem irakischen Künstler geschaffenen Skulptur. Zimmermann war mit seinem leidenschaftlichen Engagement für zwei Moschee-Neubauten 2016 landesweit bekannt geworden.

Daniel Zimmermann (Bild: NRW.direkt)

„Wer behauptet, die Gesellschaft sei durch Zuzug überfordert, den lade ich nach Monheim am Rhein ein, um sich hier vom Gegenteil zu überzeugen. Vor Ort können wir vieles schaffen, wenn wir es nur wollen. Solange es Menschen gibt, die sich für das Miteinander einsetzen, Organisationen wie das Beratungscentrum oder der SKFM, die Flüchtlingen haupt- und ehrenamtlich zur Seite stehen, eine Kunstschule, eine VHS und eine Stadtverwaltung, die Menschen nicht mit Vorurteilen gegenübertreten, Unternehmer wie Clemens Schmees, die das Herz am rechten Fleck haben, solange können wir vor Ort Integration wirklich hinbekommen“, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) laut der Stadt Monheim am Samstag bei der Einweihung der Skulptur „Schrei nach Freiheit“.

Das Kunstwerk wurde im Rahmen der städtischen Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ öffentlich eingeweiht. Geschaffen wurde es von dem aus dem Irak stammenden Künstler Saman Hidayat. Der Bildhauer kam 2015 mit seiner Frau nach Deutschland und lebt seit Dezember 2015 in Monheim am Rhein. Laut der Mitteilung der Stadt wollte Hidayat die Skulptur aus Dankbarkeit den Einwohnern der Stadt schenken. Das nunmehr auf dem Kreisverkehr an der Baumberger Chaussee und der Knipprather Straße ausgestellte Kunstwerk zeigt eine Frau mit erhobenen und von sich gestreckten Armen.

Mit Engagement für Moschee-Neubauten landesweit bekannt geworden

Mit seinem leidenschaftlichen Engagement dafür, dass zwei islamische Gemeinden von der Stadt jeweils rund 400.000 Euro Steuergelder als Zuschuss für ihre für Moschee-Neubauten erforderlichen Grundstücke bekommen, brachte es der Monheimer Bürgermeister 2016 landesweit in den Schlagzeilen. Bei einer der Gemeinden handelte es sich um eine des der türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstehenden Moschee-Dachverbandes DITIB. Die neue DITIB-Moschee in Monheim soll bis 2019 fertiggestellt sein und einen 300 Quadratmeter großen Gebetsraum für Männer sowie eine Empore für Frauen beherbergen. Am Eingang sind zwei knapp 25 Meter hohe Minarette geplant. Benannt wird die Moschee nach Osman Gazi, dem Begründer des Osmanischen Reiches.

Zuletzt besuchte Daniel Zimmermann die türkische Partnerstadt Atasehir. Dort war sein Amtskollege Battal Ilgezdi vom türkischen Innenministerium wegen Korruptionsvorwürfen vom Dienst suspendiert worden. „In Atasehir habe ich nach Gesprächen mit Beteiligten keine Erkenntnisse erlangt, die den Schluss nahe legen würden, dass das türkische Innenministerium mit rechtsstaatswidrigen Mitteln vorgeht“, sagte Zimmermann am Donnerstag. „Nichtsdestotrotz werden wir die Situation sehr aufmerksam beobachten. Wichtig ist, dass es ein faires und offenes Verfahren gibt.“ (ph)

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