Düsseldorf Panorama

Musikfest der Bundeswehr begeisterte

Düsseldorf. Über 10.000 Menschen kamen am Samstag zum zweiten Musikfest der Bundeswehr in den ISS Dome. Geboten wurde ihnen ein Tattoo der Spitzenklasse mit mehr als 800 Musikern aus sieben Nationen.

Bilder: NRW.direkt

Mehr als 10.000 Menschen strömten am Samstag in den ISS Dome in Düsseldorf, um das zweite Musikfest der Bundeswehr zu erleben. Darunter waren auch zahlreiche Ehrengäste, wie etwa CDU-Fraktionsvize Gregor Golland und seine Frau, der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD), Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und der „erste Soldat“ in Nordrhein-Westfalen, Landeskommandeur Brigadegeneral Torsten Gersdorf. Nicht da waren Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie der in Palermo weilende Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Stattdessen überbrachte Innenminister Herbert Reul (CDU) das Grußwort der Landesregierung. Die Stadt Düsseldorf wurde durch Bürgermeister Friedrich Conzen (CDU) vertreten. Zuvor hatte es rund acht Stunden gedauert, den Innenraum des sonst als Eishockey-Arena genutzten ISS Dome mit entsprechenden Abdeckböden in einen auch für Militärfahrzeuge tauglichen Paradeplatz zu verwandeln.

„Genießen wir Phantastisches hier im ISS Dome“

Bilder: NRW.direkt

„Steigen wir für wenige Stunden aus dem Alltag aus und genießen Phantastisches hier im ISS Dome“, sagte Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, beim Empfang der Ehrengäste. Und damit hatte der General nicht zu viel versprochen: Bereits die Eröffnung durch das Heeresmusikkorps Ulm und das Stabsmusikkorps der Bundeswehr löste Begeisterung aus. Für den würdevollen Rahmen sorgten dabei die dritte und fünfte Kompanie des Wachbataillons des Bundesverteidigungsministeriums. Als Moderator führte Johannes B. Kerner durch den Abend.

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Auch die Hungarian Defence Forces Central Military Band unter der Leitung von Oberstleutnant Tibor Kovács bekam viel Beifall. Danach war das französische Musique des Troupes de Marine unter der Leitung von Capitaine Vladimir Khourda an der Reihe. Die Gardemusik Wien unter der Leitung von Oberstleutnant Hans Kausz löste Jubelstürme aus, als sie bei ihrem Auftritt plötzlich von einem Walzer zum Radetzky-Marsch wechselte.

Viel Beifall für „Stars and Stripes“

Die U.S. Army Europe Band and Chorus sammelt sich zum Einmarsch (Bilder: NRW.direkt)

Zu den weiteren Höhepunkten am Samstag gehörten die beiden gemeinsamen Auftritte der Shetland Island Fidlers Hjaltibonhoga mit typisch-virtuoser Geigenmusik sowie des Pipers Trail mit Dudelsackspielern und Trommlern. Zusammen mit ihrem Formationstanz-Ensemble Scottish Highland Dancers der Tattoo Dance Company schlugen sie die Brücke von Düsseldorf nach Edinburgh, der Heimat der historischen Military Tattoos, mit ihrer einzigartigen Mischung militärischen Brauchtums, keltischer Mysthik und uralter Melodien.

Für US-amerikanisches Lebensgefühl sorgte die U.S. Army Europe Band and Chorus unter der Leitung von Captain D. Taylor Chriswell. Insbesondere für das beim Ausmarsch der Army-Band gespielte „Stars and Stripes“ gab es starken Beifall. Bei der Japan Air Self-Defence Force Central Band waren es deren Trommler, die starke Begeisterung beim Publikum hervorriefen.

„Grüß Gott, Düsseldorf!“

Die Flying Grandpas in Aktion (Bilder: NRW.direkt)

Damit bot das rund zweieinhalbstündige Programm immer wieder aufs Neue eine gelungene Mischung aus musikalischer Unterhaltung sowie militärischer Tradition und Präzision. Empfangen wurden die Militärkapellen stets mit einem kurzen Film über deren Heimatland, begleitet von der Big Band der Bundeswehr. Das Heeresmusikkorps der Bundeswehr aus dem schwäbischen Ulm grüßte zurück mit einem großen Transparent mit der Aufschrift „Grüß Gott, Düsseldorf!“.

Ebenfalls Begeisterungsstürme lösten die Flying Grandpas aus, eine Gruppe von 13 aktiven wie bereits pensionierten Hamburger Polizeibeamten unter der Leitung von Helge Westphal. Mit einer clownesken und artistischen Trampolin-Show boten sie sportliche Höchstleistungen und humorvolle Einlagen gleichzeitig. Nicht ganz in den militärischen Rahmen passte hingegen das Deutsche Fernsehballett, das seichte Tanzeinlagen zur Musik der schwedischen Pop-Band ABBA bot.

Nächstes Musikfest der Bundeswehr angekündigt

Spektakuläres Finale mit John Miles am Klavier (Bilder: NRW.direkt)

Letzter Höhepunkt war das große Finale, bei dem der britische Musiker John Miles einen Kurzauftritt mit seinem Lied „Music was my first Love“ hatte. Beendet wurde der Abend mit der deutschen Nationalhymne, bei der sich alle Zuschauer von ihren Plätzen erhoben.

Kurz zuvor hatten Oberst Christoph Lieder und Johannes B. Kerner das nächste Musikfest der Bundeswehr am 21. September 2019 im ISS Dome angekündigt. Karten für das nächste Tattoo sind bereits erhältlich, bis zum 30. November gibt es einen Frühbucherrabatt von zwanzig Prozent.

Bild ganz oben: Oberst Christoph Lieder dirigiert das große Finale

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