Justiz Mönchengladbach

Mutmaßlicher Messerstecher in U-Haft

Mönchengladbach. In der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag wurden zwei junge Männer in der Altstadt mit einem Messer angegriffen. Jetzt wurde ein 16-Jähriger wegen dringenden Tatverdachts in seiner Unterkunft festgenommen. Am Dienstag ordnete ein Richter Untersuchungshaft an.

Die Waldhausener Straße in der Mönchengladbacher Altstadt (Bild: NRW.direkt)

Die Tat ereignete sich in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag: Gegen 2 Uhr 45 kam es in der Mönchengladbacher Altstadt zu einem Streit zweier junger Männer mit einer fünfköpfigen Gruppe. Die beiden Männer erlitten bei dem Streit vor einer Gaststätte in der Waldhausener Straße jeweils zwei Stichverletzungen in ihre Oberkörper.

Daraufhin ließen die Tatverdächtigen die beiden Verletzten zurück und flüchteten. Die verletzten Männer mussten stationär behandelt werden, eine Tatwaffe wurde nicht gefunden. Von der Staatsanwaltschaft wurde die Tat als zweifaches versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Die Polizei bildete daraufhin die Mordkommission „Black and White“.

Deren intensive Arbeit hat jetzt dazu geführt, dass alle fünf Tatverdächtigen ermittelt werden konnten. Vier davon sind Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die in einer Jugendwohneinrichtung in Mönchengladbach untergebracht sind. Der fünfte Täter wohnt ebenfalls in Mönchengladbach und ist mit 18 Jahren ein sogenannter Heranwachsender. Alle Verdächtigen haben gestanden, an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein. Sie bestritten jedoch, dabei auch zugestochen zu haben.

Dringender Tatverdacht gegen 16-Jährigen erhärtet

Zeugenaussagen aber belasten Farid B. Der bestritt vehement, bei der Auseinandersetzung ein Messer eingesetzt zu haben. Umfangreiche Auswertungen des Videomaterials einer Überwachungsanlage am Alten Markt sowie zeitintensive Spurenuntersuchungen des Landeskriminalamts erhärteten jedoch den dringenden Tatverdacht, dass es sich bei dem zur Tatzeit noch 16-Jährigen um den Messerstecher gehandelt hat.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach erließ das Amtsgericht einen Haftbefehl wegen zweifachen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Farid B. konnte durch Ermittler der Mordkommission in seiner Unterkunft angetroffen und festgenommen werden. Er wurde am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt, der ihm den Haftbefehl verkündete und Untersuchungshaft anordnete.

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