Düsseldorf Politik

Nach Merkel: CDU-Kurskorrektur oder „Weiter so“?

Düsseldorf. Der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Jarzombek meint, dass die CDU nach dem Merkel-Rückzug nicht zu sehr „nach rechts rutschen“ dürfe. „Anscheinend hat er immer noch nicht begriffen, dass die Union erst durch Merkels Linkskurs in ihre derzeitige Situation gekommen ist“, wundert sich KD-Sprecher Stefan Koch und mahnt eine „wirkliche Kurskorrektur“ der CDU an.

Stefan Koch (Bild: NRW.direkt)

Der Düsseldorfer CDU-Vorsitzende Thomas Jarzombek bezeichnete die Entscheidung von Angela Merkel, den CDU-Bundesvorsitz im Dezember abzugeben, als „einen richtigen Schritt“. Jarzombek sagte, dass sich die CDU jetzt verjüngen und erneuern muss, aber nicht zu sehr „nach rechts rutschen“ dürfe. Das berichtete Antenne Düsseldorf am Dienstag.

„Die Äußerungen von Herrn Jarzombek sind vollkommen unverständlich. Anscheinend hat er immer noch nicht begriffen, dass die Union erst durch den von Angela Merkel zu verantwortenden Linkskurs und die Aufgabe jahrzehntelanger fester Überzeugungen der CDU, vor allem in der Asyl- und Migrationspolitik, in ihre derzeitige Situation gekommen ist“, wunderte sich Stefan Koch, Erster Sprecher des Konservativen Dialogs (KD), einem Zusammenschluss konservativer CDU-Mitglieder aus Düsseldorf.

„Die katastrophalen Umfragewerte und Wahlergebnisse sprechen hier eine deutliche Sprache“, sagte Koch unserer Redaktion am Dienstag. „Ein ‚Weiter so‘ mit dieser Politik würde die CDU als Volkspartei nicht überleben. Ganz offensichtlich hat Herr Jarzombek auch nicht verstanden, welche große Chance sich der Union mit dem Verzicht von Angela Merkel auf den Parteivorsitz bietet, verlorengegangenes Vertrauen und Wählerstimmen wieder zurückzugewinnen. Damit uns dies gelingt, bedarf es allerdings einer wirklichen Kurskorrektur, insbesondere bei der Asyl- und Migrationpolitik, aber auch bei der Wirtschafts-, der Europa- und der Energiepolitik.“ (ph)

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